| Rückblick 2006 |
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| Donnerstag, 11. September 2008 um 17:42 | ||||||||||||||||||||||||||||
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AbgeWRAGt? Noch lange nicht! Der Titel der um Mitternacht verteilten Postille verhieß nichts Gutes, und der ein oder andere Athlet musste manch spitze Bemerkung ertragen. Aber Satire wäre nicht Satire, wenn sie bisweilen nicht an die Grenze des guten Geschmacks ginge. So wie einige Athleten der WRAgs in diesem Jahr, die ebenfalls an ihre Grenzen gingen, auf sportlicher Ebene wohlgemerkt. Daher ist das Fazit dieses Jahres eher das Gegenteil von AbgeWRAGt: Wir blickten auf einige Top-Leistungen bei der diesjährigen Weihnachtsfeier zurück, traditionell im Weingut Räder in Flomborn. Ein Arzt, der sich per Ergometer ein finanzielles Zubrot verdient, ein ehemaliger Taxifahrer, der als Oberförster junge Studentinnen betört, die Wade des Jahres, dargestellt als Starschnitt, das ABC des Triathlons mit überraschenden Erkenntnissen. So lauten einige Kapitel aus „AbgeWRAGt“, der ersten Ausgabe eines Magazins, dass für Spaß und Heiterkeit sorgen sollte. Zuvor schon hatten Annette und Uwe Ohl für Stimmung gesorgt. Ein gespielter Witz mit dem allseits bekannten „f“-Wort als Mittelpunkt sorgte für ausreichend Lacher. Verlegung auf Freitag Befürchtungen, dass unser Jahresabschluss diesmal eine „Weihnachtsfeier light“ wird, bestätigten sich übrigens nicht. Die Verschiebung auf Freitag, der spätere Beginn der Weinprobe und des Raclette taten der Stimmung keinen Abbruch. Allerdings hatte manch einer trotz der Verschiebung auf 20 Uhr Probleme, rechtzeitig da zu sein. Und der ein oder andere wird sich am Samstag morgen ob der bevorstehenden Arbeit am Hinterkopf gekratzt haben. Aber sonst – alles bestens. Der Wein gut wie immer und das Raclette ist ein so fester Bestandteil im WRAG-Jahres-Speiseplan geworden, dass wir uns jetzt schon aufs nächste Jahr, es wäre die fünfte Wiederholung, freuen dürfen. Aus allen Nähten geplatzt Mal sehen, wie viele wir dann sind. Denn langsam kommen wir, zumindest was die Weihnachtsfeier betrifft, an unsere Grenzen. Mit 26 Personen tauchten wir in Flomborn auf, ein neuer Rekord. Mittlerweile ist unser traditioneller Speiseraum für so viele Leute zu klein geworden. Der Nebenraum, dort, wo sonst der Sekt getrunken wird, war daher eingedeckt und die „Aussiedler“ per Los bestimmt worden. So gruppierten sich Familie Ohl, Raschke, Karst und Steyer um den Tisch. Übrigens eine gute Idee unserer Gastfamilie Räder, den Sektempfang diesmal draußen im Hof zu gestalten. Es ist einfach ein wunderschönes Ambiente, der große Hof, die alten Mauern, die Scheunen, auf alten Burgmauern errichtet, der Kreuzgewölbekeller, der den Weinpräsentier- und Verkaufsraum beherbergt. Ehrung für Thomas So verlief die Feier wie immer harmonisch, sogar mit einigen gelungenen Tanzeinlagen. Wie filligran Nelson und Bernd im Foxtrott über das Parkett schweben, ist schon eindrucksvoll, fragt sich nur, warum Nelson immer führt und Bernd die Frau gibt. Eine Ehrung gab es natürlich auch noch. Das Jahr 2006 hat den ersten WRAG-Ironman hervor gebracht. Dafür wurde Thomas von der gesamten Truppe mit einem T-Shirt geehrt. Ein Dank geht dabei an Thomas Grasemann, der solche Aufgaben immer mit großem Elan und viel Enthusiasmus angeht. Willkommen im Club! Seit 8. Oktober steht ein weiterer Bezwinger der klassischen Langdistanz über 42,195 Kilometer in unseren Reihen. Oder besser: Bezwingerin. Heike Lukas absolvierte ihren ersten Marathon. Und zwar so lockern, das selbst erfahrene Marathonis wie Ehegatte Stefan aus dem Staunen nicht mehr heraus kamen. Dabei hatte im Vorfeld nur einer der drei WRAG-Starter in Köln vorgehabt, die Lang-Distanz auch durchzulaufen. Achim hatte sich die schöne Strecke rund um und durch die Domstadt als weitere Vorbereitung für seinen ersten Ironman im kommenden Jahr in Frankfurt gewählt. Und blieb in 4:05:38 Stunden in etwa in seiner gewünschten Zeit. Auch Stefan wird im nächsten Jahr seinen ersten Ironman absolvieren, und auch er kam nun unerwartet zu einem ersten Härtetest im Hinblick auf Roth 2007. Schuld war Heike. Sie wollte eigentlich nur einen Halbmarathon, gemeinsam mit Stefan, laufen. Bestätigt in dem Vorhaben, es bei einem „Halben“ zu belassen, wurde sie nach sieben Kilometern, es lief nicht optimal zu diesem Zeitpunkt. Doch das sollte sich ändern, je mehr es auf die anvisierte 21-Kilometer-Marke zuging. Denn das „Lauf-Feeling“ wurde immer besser, Heike immer lockerer, dazu kam das tolle Wetter und viel Ramba-Zamba an der Strecke. Vielleicht ist es gerade die spezielle Atmosphäre am Rhein, die besondere Kräfte frei setzt. Kurzum, kurz vor der 21-Kilometer-Marke stellte Stefan die Frage, ob sich Heike schon mal Gedanken gemacht hätte, weiter zu laufen. Kurz und knapp die Antwort: Und ob, schon seit längerem. Die Idee, den „Ganzen“ zu absolvieren, war geboren und wurde in die Tat umgesetzt. Klar, daß bei Kilometer 35, wo der Mann bekanntlich den dicken Hammer schwingt, auch Heike die ersten kleinen Probleme bekam. Doch aufgeben war zu diesem Zeitpunkt kein Thema mehr, wer bis dahin gekommen ist, wird vom Ehrgeiz gepackt und will ganz durchlaufen. Gesagt, getan, nach 5:19:10 Stunden erreichten die beiden Hand in Hand, wie es sich am Hochzeitstag gehört, die Ziellinie an der Kölner Messe. Und immer noch rieb sich Stefan verwundert die Augen. Eine tolle Leistung von Heike, die unverhofft zu ihrem ersten Marathon kam. Aus einer Laune heraus geboren, nach 21 Kilometern, einfach noch einmal die gleiche Strecke dran gehängt. Und das bei dieser Vorbereitung: Wenig trainiert, viel Schlamm geschippt, am Abend vor dem Lauf noch drei Kölsch und einen Wein gekippt, dazu eine Portion Spaghetti Carbonara verspachtelt – man sollte ein Buch darüber schreiben. Es könnte ein Bestseller werden. Titel: Laufen mit Heike – ohne Stress zum Marathon. Uwe gibt Gas bei der Triathlon Rheinland-Pfalz Meisterschaft in Mainz am 27. August Der Absprung von der Fähre in den Rhein ist die 1. Hürde, die ein Triathlet beim Mainzer Triathlon zu nehmen. Uwe meisterte diesen gut und kam auf der 800m langen Strecke (wegen Strömung offiziell 600m) gut aus dem Wasser, um dann mit dem Rad 20km lang durch die Mainzer Straßen zu rasen. Ein abschließender 5km Lauf am Rheinufer und schon war das Ziel nach 1:11:17 Std. erreicht. Uwe belegte mit dieser Zeit den 124. Platz von 560 gestarteten Männern. In seiner Altersklasse den 8. Platz der Rheinland-Pfalz Meisterschaften. Herzlichen Glückwunsch für diese tolle Leistung. Joachim auf Platz 5 beim Triathlon in Gimbsheim: Nach 1:09:12 Std. war er im Ziel, unser Joachim und damit einziger Starter der WRAGs beim Gimbsheimer Traithlon. Jörg, unser Gastläufer von Roth war noch mit von der Partie und jagte Joachim vor sich her. Mit einer Endzeit von 1:12:57 Std. hat er sich dann nach 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen ins Ziel gestürzt. Und dies auf einem geliehenen Bianci Rad, dass schon in Roth den Geist aufgegeben hatte- Sieger wurde wie in Wörrstadt schon kurz zuvor W. Freiberger in 1:00:28 Std. Wer schlägt Freiberger? --- Wörrstadt Triathlon 2006 Diese Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Denn wenn er teil nimmt, dann ist er meist auch der Beste. Und so hat Hans-Willi Freiberger wieder einmal den Olympischen Triathlon des RV Wörrstadt gewonnen. Bei seiner elften Teilnahme war das bereits der 9. Erfolg des Athleten aus Monsheim bei Worms. Ob es einer der WRAG-Aktiven schaffen wird, Hans-Willi irgendwann zu schlagen, ist zweifelhaft. Heidi als Bester unseres Teams kam in diesem Jahr auf Rang 9, lag damit aber immer noch 12 Minuten hinter dem Mann aus der Pfalz. Besonders die erste Disziplin im Becken des Wörrstädter Schwimmbades verlief für Heidi enttäuschend. Obwohl er sein Trainingspensum in den letzten Monaten erhöht hatte, war er zwei Minuten langsamer als im vergangenen Jahr. Youngster im Kommen Vielleicht ist es einer unserer Nachwuchsathleten, die irgendwann in die Fußstapfen eines Freiberger treten werden. Denn unsere jungen Starter haben uns auch dieses Jahr viel Freude gemacht. Sam als Erste bei den Schülerinnen, Tom und Dario auf den Plätzen 5 und 6 bei den Schülern, das waren Leistungen, die uns gefallen haben. Pech hatte Leoni, die nicht ganz fitt in den Wettkampf gegangen war und ihn dann leider nicht beenden konnte. Das ist allerdings auch schon vielen „Großen“ vor ihr passiert und deshalb auch kein Beinbruch. Sam allerdings war richtig fitt und trat beim Radfahren so kräftig in die Pedalen, daß selbst Bruder Tom aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Auch Gina darf man ruhigen Gewissens noch zu den „jungen Wilden“ der WRAGs zählen. In ihrem zweiten Triathlon vertraute sie zunächst auf die Erfahrung von Mutter Iris. Seite an Seite zogen sie ihre 20 Bahnen im Becken, unisono stiegen sie aus dem Wasser, im Gleichklang führen sie bis zum Wendepunkt an der Geistermühle und zurück. Dann aber war es vorbei mit der familieninternen Harmonie. Kurz vor dem Ziel setzte sich Gina kurz ab, lief ohne mütterliche Betreuung ins Ziel und landete im Sprint der Damen in den Top Ten, auf Patz neun. Und 9 Sekunden später im Ziel – Iris. Überraschend stark: Harald Zurück zum Olympischen Triathlon der Herren. Mit Heidi, „Ironman“ Thomas, Harald, Nelson, Peter und Joachim hatten wir sechs Athleten am Start, eine starke Armada im Freibadbecken, die sich pünktlich um 7:30 Uhr gemeinsam auf den Weg machte. Die Rückkehr der sechs allerdings zog sich wie ein Kaugummi auf Asphalt. Wie schon erwähnt, tauchte Heidi als Erster der WRAGs hinter der Kirschlorbeerhecke am Schwimmbadkiosk auf. Doch nur zwei Minuten später und, zugegeben, für viele von uns überraschend, lief Harald ins Ziel. Was muss der Mann trainiert haben. Sogar im Schwimmen (um 8 Sekunden) und im Laufen (1:40 Minuten) war er schneller als Heidi, nur auf dem Rad (2:34 Minuten) hatte unser Journalist die Nase vorne. Eine starke Vorstellung von beiden in Abwesenheit des verletzten Stefan. Er hätte heute sicher zu kämpfen gehabt, um die Beiden in Schach zu halten. Wiederum drei Minuten hinter Harald kam Thomas. Der hat seinen Saisonhöhepunkt aber schon hinter sich; auf der Olympischen Distanz in Wörrstadt muss er sich gefühlt haben wie ein Mount-Everest-Bezwinger, der auf den Feldberg steigt. Wiederum vier Minuten später dann Joachim, diesmal mit der zweitbesten Schwimmzeit. Die beste Schwimmzeit in der WRAG-Wertung erzielte erwartungsgemäß Nelson. Den restlichen Wettkampf allerdings bestritt er eher im Stil eines Vorruheständlers, der am Sonntag gemütlich auf Wanderschaft geht. Spaß beiseite – Nelson hat wenig trainiert, wollte in Wörrstadt aber unbedingt dabei sein. In seiner Wettkampf-Vita wird er diesen Wettbewerb vermutlich unter der Rubrik „Hauptsache, mitgemacht“ abhaken. Zwischen Joachim und Nelson kam noch Peter ins Ziel, auch ihm war nach einem langen Urlaub der Trainingsrückstand an zu merken. Starkes Team Zwölf Teilnehmer, so stark waren die WRAGs selten in Wörrstadt vertreten. Es ist ja so etwas wie unser Heim-Triathlon, und deshalb war es für uns auch selbstverständlich, nicht nur während des Wettkampfes, sonder auch vorher und danach präsent zu sein. Sprich, beim Auf- und Abbau zu helfen. Auch ein gutes Zeichen für den Veranstalter. Die Kollegen wissen, daß sie sich auf uns verlassen können. Und somit haben auch wir zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Viele Sportler loben immer wieder die lockere und familiäre Atmosphäre, aber auch die gute Organisation. Es gab kaum eine nennenswerte Panne, nur einen kleinen Wermutstropfen. Jörg Dreßel stürzte in Flonheim schwer mit seinem Rad, weil er einem Bus ausweichen wollte, wurde umgehend ins Krankenhaus gebacht. Doch mittlerweile befindet er sich auf dem Weg der Besserung. Auch von unserer Seite gute Genesung! Thomas – erster WRAG-Ironman Was er in diesem Augenblick dachte, hat er uns nicht verraten, aber wer ihm ins Gesicht sah, erkannte einen glücklichen Menschen. Der Zieleinlauf des Ironman Frankfurt 2006 auf dem Frankfurter Römer: Einige Meter zuvor hat Thomas, umjubelt von Tausenden Zuschauern, Sohn Leon an die Hand genommen, läuft mit ihm gemeinsam über die Ziellinie, nimmt die ersten Gratulationen entgegen. Das Kapitel „erster Ironman“ oder „der längste Tag des Jahres“ ist für Thomas nach 12:22:15 Stunden beendet. Kompliment an Thomas – so frisch wie der im Ziel aussah, hatte man gar nicht den Eindruck, daß er gerade einen Ironman absolviert hatte. Den Gegenentwurf zum frischgebackenen WRAG-Ironman sah man zu Hunderten in der Erholungszone hinter dem Ziel. Fix und fertig lagen sie auf dem Boden, viele unfähig, sich zu bewegen, manche brauchten ärztliche Betreuung. Thomas dagegen hatte sogar noch lockere Sprüche auf Lager. Vielleicht lag das am Stresshormon Adrenalin, das immer noch in Mengen in seine Blutbahn ausgeschüttet wurde. Gesicherter allerdings ist die These, daß Thomas sich einfach perfekt auf diesen Tag vorbereitet hatte. Ein weiteres Indiz dafür: sein Pulsdurchschnitt von 139 während des gesamten Tages. Ein Start mit Hindernissen Auch seine Wettkampfeinteilung war sehr gut abgestimmt. Während andere nach dem Radfahren wie die Wahnsinnigen los rannten, ließ es Thomas langsam angehen. Doch der Reihe nach. Renate, Pia, Monika und Marlene begleiteten Thomas schon früh morgens zum Start. Der Auftakt im Langener Waldsee um 7 Uhr in der Frühe – er war alles andere als optimal für ihn und seine mehr als 2000 Mitstreiter. Nach der langen Hitzeperiode hatte sich das Wasser des Sees auf 25 Grad erwärmt. Die Folge: Erstmals bei einem Ironman in Europa wurde der Schwimmwettbewerb ohne Neoprenanzug gestartet. Für manche ein Dilemma, schon nach dieser ersten Disziplin wurden einige Athleten wegen Zeitüberschreitung aus dem Wettkampf genommen. Thomas kam viel besser zurecht, seine Zeit: 1:21:37 ohne Neo, ein blendender Auftakt Unwetter auf der Radstrecke Dann aber ging es gleich ans Eingemachte: Ein Unwetter auf der Radstrecke machte den Athleten sehr zu schaffen. Es gab viele Stürze, auch Vorjahressieger Norman Stadler stieg zweimal unfreiwillig ab, verletzte sich. Thomas manövrierte sich geschickt durch viele schwierige Situationen, kritisch wurde es nur einmal in Bad Vilbel am Berg. Bernd hatte den 20 Minuten vor seiner Marschtabelle liegenden Thomas viel zu spät erkannt, hetzte wie ein Gestörter hinter ihm her, schrie ihn so laut von der Seite an, daß Thomas fast vom Fahrrad gekippt wäre. Dann legte er auch noch „Hand an“, leistete, genauer gesagt, kurzzeitig verbotene Unterstützung am verlängerten Rücken. Gut, daß zu diesem Zeitpunkt kein Schiedsrichter genauer hinsah, es hätte Thomas 6 Minuten Zeitstrafe kosten können. Kaum zu glauben: trotz aller Wetterkapriolen lieferte Thomas einen 30er-Schnitt ab, und noch weniger zu glauben: damit lag er im Feld aller Athleten nur um Platz 1400. Blessuren am Knie Sein starke Leistung auf der Rad-Strecke hatte Folgen: Die einseitige Belastung hatte sein rechtes Knie gereizt. Ein Problem, das sich auf der Laufstrecke bemerkbar machen sollte. Denn zweimal mußte Thomas beim Marathon den Sanitätsbereich ansteuern, um sich einen Verband am gereizten Knie anlegen zu lassen. Dennoch lief er ruhig und, so beurteilten es viele Außenstehende, sehr locker seinen Stiefel runter und begann ab Kilometer 25 viele Gehende, die nach dem Rad noch so beherzt und übermotiviert los gerannt waren, wieder einzusammeln. Hier war es auch die Unterstützung der WRAGs, die Thomas den einen oder anderen Schub nach vorne gab. Denn wie hilfreich es ist, von außen angefeuert und unterstützt zu werden, weiß jeder von uns aus eigener Erfahrung. Zahlen und Fakten Unter dem Strick bleiben einige Zahlen und Fakten, die erwähnenswert sind: Zunächst die Zeiten: Schwimmen: 1:21:37 (Platz 926) Radfahren: 5:58:32 (Platz 1392 für die Disziplin) Laufen: 4:55:25 (Platz 1221) Gesamt: 12:22:15 (Platz 1179 von 2080 Startern bei knapp 200 Aufgaben) Altersklasse: 319 (nur knapp 289 Plätze an der Hawaii-Qualifikation vorbei . . . ) Dazu kommen: Flüssigkeitsaufnahme: circa 12 Liter Beim Radfahren und bis Laufkilometer 21: alle 20 Minuten Gel, Riegel oder Banane Jede Stunde: 2 Salztabletten und eine Magnesiumtablette Eiswürfel: dauerhaft unter der Mütze während des Laufens, dazu Schwämme und Wasser über Kopf und Rücken. Dusche: Nein – um nicht mit nassen Schuhen laufen zu müssen. Jede Menge wahnsinnige Eindrücke und: 5 Blasen, eine Außenbandreizung im Knie, eine Schnittwunde an der Ferse, eine Schürfwunde am Hals. Endlich im Ziel Doch Schmerzen und Blessuren waren spätestens auf der Zielgeraden am Römer vergessen. Dort bog Thomas, nur äußerlich lädiert mit seinem weißen Knieverband, um 19:22 Uhr ein, wurde von seinen Fans und einem Schild von Joachim, dem „Arzt, dem die Frauen vertrauen“ in Empfang genommen. Danach hagelte es Glückwünsche der anwesenden WRAGs und eine sms jagte die andere, vornehmlich verschickt aus verschiedenen Urlaubsorten. Den ihm, unserem 1. WRAG-Ironman, zu gratulieren, das wollte sich kein WRAG an diesem Abend nehmen lassen. Roth 2006 – Triathlon-Wochenende mit HindernissenDrei Staffeln – so stark waren wir noch bei der Quelle Challenge in Roth vertreten. Aber unser drittes gemeinsames Auftreten in Roth (Stefan und Tom’s Einsatz vor zwei Jahren nicht mit gerechnet) war nicht so perfekt, wie wir es sonst eigentlich gewohnt sind. Die erste Gruppe reiste erst am Samstag früh an, Nelson und Bernd kamen wegen beruflicher Verpflichtungen erst am Nachmittag dazu. Heidi war zwischenzeitlich wegen der Erkrankung seines Schwiegervaters wieder abgereist. Und Stefan trieb es ganz heftig. Er hatte das große Los gezogen, eine Karte für das Viertelfinale zwischen Frankreich und Brasilien ergattert. Klar, daß er das Spiel in Frankfurt auch besuchte. Mit der Konsequenz, daß er erst gegen 3 Uhr in Roth auftauchte, kurz bei Peter im Zelt abtauchte und fünf Stunden später mit tiefen Falten im Gesicht in den Main-Donau-Kanal eintauchte. Schwimmen knapp wie nie Dass er dennoch beim Schwimmen eine glänzende Figur machte, könnte zwei Gründe haben. Zum einen seine gute Grundlagenausdauer, die er auch im Winter konsequent „gepflegt „ hat. Der zweite Grund, empirisch allerdings nur schwer belegbar: Stefan hatte bereits ein paar Tage zuvor ausreichend Kontakt mit dem nassen Element. Aber nicht im Schwimmbad, sondern am Somborn. In der Symbolik wird dem Wasser eine reinigende Kraft zugeschrieben. Bei Lukas’ sorgte es eher für das Gegenteil. Nach einem Erdrutsch waren Garten, Terrasse, Garage und Teile der Wohnung verwüstet. Einige WRAGs machten sich spontan auf die Beine und halfen bei den Aufräumarbeiten. Zurück zum Wettkampf: er hatte in seiner ersten Phase im Main-Donau-Kanal kurioses zu bieten. Stefan stieg nach 1:08:48 aus dem Kanal, der wieder einmal krampfgeschüttelte Bernd, mehr humpelnd als laufend, in 1:10:23, dieser wiederum dicht gefolgt von Nelson, nur 8 Sekunden dahinter. Knapper ging es kaum, und das sollte sich in Teilen auf der Radstrecke fortsetzen. Lächelnd auf dem großen Blatt Stefan an Thomas, Bernd an Harald, Nelson an Joachim, so die Reihenfolge der Transponderübergabe in der Wechselzone. Bernd konnte sich kaum noch bücken, überließ Harald die Prozedur des Klettverschluß-Lösens; zwei bis drei Krämpfe verhinderten zu diesem Zeitpunkt jegliche geschmeidige Bewegung. Endlich gab es auch mal ausreichend zu essen und zu trinken für die Schwimmer, das war in den Jahren zuvor nicht so. Unglaublich, wie schnell man nach einem Wettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmen fünf Käsebrötchen in sich reinpressen kann. Nelson, Bernd und Stefan labten sich also erst mal ausgiebig am Brötchen-Stand, während die Radfahrer ihre ersten Kilometer absolvierten. Diese wurden dominiert von einem zunächst starken Joachim, der in gewohnter Manier mit großem Blatt und einem Lächeln auf den Lippen an Harald vorbei zog. Später zollte er diesem Tempo Tribut, legte sogar zweimal einen kurzen Stopp ein. Die Stimmung am Solarer Berg – gewohnt prächtig, „Roth-typisch“ halt. Das Wetter übrigens auch – heiß wie immer. Kurios auch das Ende der zweiten Disziplin: Harald hatte zunächst Thomas überholt, ohne diesen zu bemerken, der pikierte Thomas wollte sich das nicht gefallen lassen, legte noch mal ein paar Kohlen drauf. Nahezu zeitgleich (Harald in 5:50:56 Stunden, Thomas in 5:52:26) kamen beide in die Wechselzone. Blinder Passagier Etwa zeitgleich war auch Nelson eher unfreiwillig zu Radfahr-Ehren gekommen. Ein Tandem mit einer blinden Sportlerin hatte schlapp gemacht, Nelson übernahm spontan die Rolle des Vordermanns und pilotierte die gehandicapte Kollegin sicher in die Wechselzone. Das er das erste Mal so ein Gefährt steuerte, machte ihm überhaupt nichts aus. Augenzeugen berichten, er habe sogar eine ziemlich gute Figur auf dem ungewohnten Drahtesel gemacht. Als Nelson die blinde Sportlerin wohl behalten abgeliefert hatte, kam endlich auch Achim ins Ziel, ziemlich fertig und kaputt, es war heute einfach nicht sein Tag. Heidi für das WRAG-Tria-Team 1 und Peter für Team 2 waren zu diesem Zeitpunkt schon rund eine Stunde auf der Laufstrecke, als Jo an Läufer Jörg übergab. Er war das erste Mal mit dabei, war kurzfristig für Andreas eingesprungen, der sein Vorhaben, in Roth zu laufen, wegen Trainingsdefiziten nicht in die Tat umsetzen konnte. Sieg für Team 1 Heidi war an diesem Tag nicht zu schlagen, was den internen WRAG-Contest angeht. Peter mußte ihn ziehen lassen, die 3:26:55, die Heidi hin legte, ist die bisher beste Laufzeit, die jemals von einem WRAG in Roth gelaufen worden ist. Gemeinsam gingen also Stefan, Thomas und Heidi nach 10:31:11 Stunden über die Ziellinie, dann kamen Bernd, Harald und Peter in 11:06:56, zu guter Letzt auch Nelson, Joachim und Jörg. Und hier noch was für Statistiker: die 10:31:11 Stunden vom Team 1 ist die bisher beste Staffelzeit in Roth, aber es ist eine äußerst knappe Angelegenheit: denn 2004 benötigte das Trio Nelson, Heidi und Alex nur 1 Minute und 11 Sekunden mehr. Die Radzeit von Stefan in 2004 mit 5:32:46 ist bisher unerreicht, ebenso steht weiterhin auch die Bestzeit von Bernd im Main-Donau-Kanal mit 1:04:46 Stunden. Also, auf nach Roth in 2007, Rekorde brechen und Einzelkämpfer an den Start bringen. Ruhiger Abend Es war eindeutig der ruhigste unserer bisherigen 3 „Nachwettkampf“-Abende in Roth. Harald und Bernd waren schon früher zum Zeltplatz gefahren, hatten den Grill angeschmissen und zu brutzeln begonnen. Irgendwie waren alle schlapp, Thomas hielt sich mit dem Alkoholkonsum wegen seiner Ironman-Ambitionen zurück. Andere sonst sehr trinkfreudige Sportler schafften sage und schreibe nur 3 Weizenbier, ehe sie sich ins Zelt zurück zogen. Auch eine Rekordmarke, die aber im nächsten Jahr auf keinen Fall unterboten werden darf. Dann werden wir bei der Quelle Challenge wieder mit einigen Staffeln und sicherlich auch Einzelstartern dabei sein. Und diesmal wieder am Freitag anreisen!
La Ola für Heidi - eine Welle für unseren geplagten Teamkollegen. Die Idee kam spontan, aber sie war nötig, um unseren einzigen Starter auf der Langdistanz zu unterstützen. La Ola – die Welle. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexico rückte sie ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Ein Synonym für Fröhlichkeit, für Ausgelassenheit bei Hitzeschlachten in mittelamerikanischen Fußballstadien. Fröhlich, ausgelassen? Kaum einer der Läufer vermittelt solch ein Feeling auf dem heißen Pflaster des Kraichgau-Triathlons, für den die Veranstalter gerne mit dem Slogan „Zu Gast in der Toscana Badens“ werben. Sie behalten recht damit, was die Temperaturen angeht. Die gnadenlose Sonne setzt auch Heidi nach 2500 Meter Schwimmen, 110 Kilometer Rad und bereits absolvierten 7 Kilometern immer heftiger zu. Wir stehen Spalier und warten auf den roten Anzug, der unseren Teamkollegen aus der Masse der sich quälenden Läufern hervorhebt. Dann taucht er auf, schon wedeln unsere Hände, schwingen nach oben, spenden Heidi für eine Sekunde Schatten, ein leichtes Lächeln huscht über sein Gesicht. Dann zieht er weiter seine Bahn, alleine im Glutofen, und wir gehen in den Schatten. Etwas trinken, Alex hat gerade die zweite Runde kühles Bier geholt. Schrecken Shuttle-Service Kaum einer der Starter hätte sich gedacht, daß es im Kraichgau so hart werden könnte. Mit zwei Staffeln und fünf Einzelstartern waren wir zur zweiten Auflage des Triathlons in Baden angetreten, ein Wettkampf, der schon jetzt einen herausragenden Platz im Kalender der Deutschen Triathlonunion einnimmt. Super organisiert, perfekte Verpflegung, 250.000 Zuschauer an der Strecke, aber dennoch mit einem Manko: Der Shuttle-Service ist alles andere als professionell. Das bekam unsere Staffel „WRAG-Tria-Legenden“ zu spüren. Schwimmer Bernd wartete gemeinsam mit seiner Läuferin Heike, die noch beim Schwimmen zugeschaut hatte, geschlagene 40 Minuten auf den Bus, der zwischen dem Hardtsee und dem Rad/Lauf-Wechsel pendelt. Fast wäre es zum Super-Gau gekommen. Heike war gerade mal zwei Minuten am Wechselpunkt, als Peter auftauchte, ihr den Transponder überreichte und sie auf die abschließenden zehn Kilometer schickte. Doch dann lief alles wieder in geordneten Bahnen und Heike sicherte ihrem Team mit einer soliden Laufleistung den „Sieg“ im internen “WRAG-Staffel-Contest“. Den Grundstein hatte Bernd beim Schwimmen gelegt. Bernhard, Startmann der zweiten Staffel „WRAG-Tria-Trio“, kam trotz überzeugender Trainingsleistungen in den Woche zuvor erst 8 Minuten später aus dem Wasser des Hardtsees. Wieder einmal hatte er mit seinem Anzug zu kämpfen. Er übergab an Daggi, Ehemann Peter war zu diesem Zeitpunkt schon auf der Radstrecke. Tria-Trio-Schlußläuferin Birgit kam schließlich auch ins Ziel, genoß die Atmosphäre und die Anfeuerungen der Zuschauer. Daggi und Heike, die zum ersten Mal Triathlon-Wettkampfluft geschnuppert haben, waren sich nachher einig, das dies zwar das erste, aber nicht das letzte mal gewesen war. Knüppelharte Radstrecke Die Staffeln hatten ihr Soll also nach 2:57:31 und 3:10:54 Stunden erfüllt, zu diesem Zeitpunkt waren unsere Solo-Athleten noch auf der Strecke. Alex auf der kurzen, Heidi auf der langen, dazwischen Thomas, Peter und Jo auf der Mitteldistanz. Fünf von 1760 Startern beim Triathlon-Festival im Kraichgau, organisiert von Stefan Hellriegel, Bruder des Hawaii-Siegers Thomas Hellriegel. Schon Wochen vorher war der Wettkampf ausgebucht, groß angekündigt in der einschlägigen Presse mit einem publikumswirksamer Knüller: das Duell des ersten deutschen Hawaii-Siegers Thomas Hellriegel und des aktuellen Hawaii-Siegers Faris Al-Sultan. Dabei auch der deutsche Langdistanzmeister und Hawaii-Rekordteilnehmer Alexander Taubert und Triathlon-Legende Lothar Leder. Die Cracks sahen unsere fünf Starter nur am Start und ab und an beim Vorbeihuschen auf der Rad- oder Laufstrecke, was die Leistung der WRAGs allerdings nicht schmälern soll. Hervorzuheben ist an dieser Stelle einmal die Leistung von Thomas, der mit einer nicht für möglich gehaltenen Schwimmzeit aus dem Wasser ging, auf der Radstrecke durch das Kraichgauer Hügelland mit dem Schindelberg und anderen giftigen Rampen, bei Gegenwind auf den Flachpassagen, Härte und Konstanz bewies. Schließlich, so sah es zumindest von außen aus, kam Thomas nach einem lockeren 14-Kilometer-Lauf nach 03:55:08 Stunden ins Ziel in Mingolsheim. Jo wäre wohl der nächste gewesen, der dieses einmalige Glücksgefühl, nach einem harten Wettkampf ins Ziel zu laufen, erlebt hätte. Doch nach dem Radfahren und einem kurzen Läufchen auf der abschließenden Disziplin entschied er sich, den Wettkampf abzubrechen. Eine weise Entscheidung, denn das frisch operierte Knie war noch nicht da, wo es eigentlich sein sollte. Alex, der ebenfalls nach langer Zeit wieder einen Wettkampf bestritt und das ganze als Trainingseinheit sah, hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein kühles Getränk in der Hand, und feuerte Peter an, der als nächster das Ziel in 04:29:56 Stunden erreichte. Heidi allein auf der Strecke Und schließlich Heidi. Auch er ging mit einer tollen Schwimmleistung auf die zweite Etappe, hatte dort schon heftig mit den giftigen, oft nur kurzen, aber steilen Anstiegen zu kämpfen. Und die Temperaturen wurden immer gnadenloser. Beim Wechsel auf die Laufstrecke konnte man seinem Gesicht und seinem Triathlonanzug, der stellenweise weiß vom ausgeschwitzten Salz schimmerte, ansehen, wie schwer der Wettkampf bis dahin schon gewesen war. Und dann noch der Halbmarathon in der Toscana Badens. Dreimal kam er an uns vorbei, genoß die Anfeuerungen, obwohl die Qualen von Mal zu Mal größer wurden. Die Welle half ihm schließlich, die letzten Reserven zu mobilisieren. Glückwunsch, Heidi, zu einem 07:16:56 Stunden andauenden harten Kampf. Immerhin erreichte Heidi damit einen respektablen Platz 54 in seiner Altersklasse. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, daß wir im Kraichgau starten, und sind guter Hoffnung, dass es dann auch besser mit dem Shuttleservice klappt. Mainz-Marathon 2006 Viele Verletzte, aber andere sprangen in die Bresche Wie heißt’s so schön im Profisport: „Die Liste prominenter Ausfälle wegen Verletzung ist lang“. Stefan Lukas oder Thomas Wendt als sportlich prominent zu bezeichnen, wäre verwegen, aber immerhin führten sie die Liste der „WRAG-Nicht-Starter“ beim Mainz-Marathon 2006 an. Dazu mußte auch Joachim Lukas wegen seiner Knieoperation passen, Alex Krisch wegen selbst eingestandener Formschwäche die Segel streichen, Ehefrau Cathrin Krisch aus eher nachvollziehbaren Gründen absagen. Bernd Raschke, der sich in den letzten Wochen mehr mit Schwimmen beschäftigt hat denn mit Laufen, hatte erst gar nicht gemeldet; ebenso Harald Erdmann, Andreas Ackermann und Andreas Steyer, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen das Unternehmen „U100“ bis auf weiteres verschoben hat. Dennoch: beim Gutenberg-Marathon in Mainz brachten die WRAGs die stattliche Zahl von zehn Athleten an den Start, und das Resultat: alle Achtung! Zwischen Halb- und Zweidritteldistanz Wie schon im Jahr zuvor hatte sich Heike Lukas für die Zweidrittel-Distanz entschieden, war somit einzige WRAG-Starterin über diese Zwitterdistanz. Nicht Fisch, nicht Fleisch, würden ambitionierte Ausdauerathleten dazu sagen, aber für Sportler, die die 42,195 Kilometer fest im Visier haben, eine prima Distanz, um auszuloten, wie weit man bereits ist. 28 Kilometer durch Mainzer Gassen, am Theater vorbei, nach Weisenau und zurück – Heike schaffte die Strecke in prächtigen 3:17:44. Erstaunlicher Youngster Beim Halbmarathon hatte auch Iris Heiß ihren Startplatz weiter gegeben, an Tochter Gina, die uns alle ganz schön überraschte. Locker ging sie die Halbdistanz an, locker winkte sie uns am Theater zu, und immer noch relativ locker passierte sie nach 21 Kilometern die Ziellinie an der Rheingold-Halle. Die Uhr blieb bei 1:55:10 Stunden stehen - eine Klasse-Zeit, die ihr auch die Eltern, als Zaungäste natürlich in Mainz dabei, nicht zugetraut hätten. Kompliment an Gina: Das war Platz 162 in einem Feld von 1818 Starterinnen. Ein weiterer Youngster machte ebenfalls von sich reden: Marlene Steyer, assistiert von ihrer Wettkampf erfahrenen Mutter Monika, kam gemeinsam mit der Mama nach 2:07:35 im Ziel der 10. Auflage des Marathon-Klassikers, und wer schlau ist, kann sich jetzt auch die Zeit von Monika ausrechnen. Erfahrung setzt sich durch Bleiben wir bei den erfahrenen WRAG-Startern. Stärkster Athlet an diesem Sonntag war Ralf Heidenreich, der nur 1:32:29 für den Halbmarathon brauchte. Eine Klassezeit, die aber allein gesehen noch nichts aussagt über die Leistung, die Heidi am Muttertag in Mainz vollbrachte. Diese Zahlen klären auf: Rang 42 in der Altersklasse M40, und der 147. Platz in der Gesamtwertung. Heidi ließ damit sage und schreibe 3282 Starter im Halbmarathon locker hinter sich. Für Peter Bott (1:51:38) und Nelli Plewa (2:11:32) kam der Wettkampf gerade recht als Vorbereitung auf höhere Ziele, die wir uns in diesem Jahr gesteckt haben. Zum einen den Kraichgau-Triathlon im Juni, und dann die Quelle Challenge in Roth, bei der wir mit drei Staffeln antreten werden. Super, dass gleich drei Läuferinnen, die in den vergangenen zwei Jahren nicht in Mainz gestartet sind, in diesem Jahr wieder dabei waren. Andrea Plewa, Susanne Bott und Renate Wendt blieben lange Zeit als „Dreigestirn“ auf der Halbmarathonstrecke zusammen, ehe sich Susanne und Andrea ein wenig absetzen konnten und Renate um ein paar Meter distanzierten. Tradition: der „Heurige“ in Ginsheim Es dürfte das dritte oder schon das vierte Mal gewesen sein, dass wir den Abschluss des Tages im Heurigen in Ginsheim gefeiert haben. Öfter mal was Neues, werden manche sagen, dem ist zu entgegnen: Beim Heurigen weiß man, was man hat – nämlich leckere Schnitzel, hervorragende Salate und auch das Bier ist so gut, dass ausnahmsweise mal ein oder zwei oder drei oder vier genommen wurden. Oder fünf. Je nach Laune. RHH - Rheinhessen / Hessen Rad-Trainingslager “RHH-Trainingsplan” TAG 1: 90,5 KM - Vom Winde verweht! Im flachen Ried zwischen Ginsheim und Gernsheim hieß es locker einrollen für das anstehende Radtrainingslager der WRAGs bis zum Ostermontag. 7 WRAGs gingen an den Start, 7 WRAGs kamen wohlerhalten in das Ziel. Hungrig und durstig, aber topfit und mit Lust auf weitere Ausfahrten an den kommenden Tagen. Nur der Wind machte uns teilweise zu schaffen. Insgesamt ein sehr guter Auftakt für das 1. RHH der WRAGs. TAG 2: 105,8 KM, 1025 Höhenmeter Am zweiten Tag ging es gleich mal zur Sache. Von Wörrstadt ging es bis hinter Stromberg und dann nach Bad Kreuznach und über welliges Gelände zurück nach Wörrstadt. Wohl erhalten zurück gab es bei Heidi noch Leckereien zum Auffüllen der Kohelnhydratspeicher TAG 3: 68 KM, 700 Höhenmeter - 8 KM Lauf Start war bei Alex in Neu-Bamberg. Alex zeigte uns den Donnersberg und andere nette Anstiege. Nach knapp 70 Kilometern und einigen Regentropfen ging es dann für einige noch eine lockere Runde Laufen. Im Anschluß wartet das erste Grillfest des Jahres. Mit einem vollen Magen verließen die Athleten Neu-Bamberg. TAG 4: Ruhetag TAG 5: Absage wegen Regen und Kälte Einige versuchten ihr Glück alleine. TAG 6: 108 KM, 685 Höhenmeter Eine schöne Rheinhessen-Rundfahrt bei mittelmäßigem Wetter stand auf dem Programm und wir spulten die 108KM super ab. Danach gab es frisch gebackenen Kuchen. TAG 7: 44,4 KM, ABBRUCH Der Regentag. Die vorher schon ausgemessene und abgefahrene Strecke konnte leider nicht gefahren werden. Durch den immer stärker werdenden Regen mußten wir leider den Radtag frühzeitig abbrechen. Entschädung gab es dann bei Uwe zu Hause. Selbstgebackener Kuchen und eine Massage für die gestreßten Beine. TAG 8: 89,4 KM, 465 Höhenmeter Auch beim Start von Ginsheim aus kommt man auf entsprechende Höhenmeter. Die Ginsheim Tour kratzte den Taunus und so kamen nicht geglaubte 465 Höhenmeter zu Stande. TAG 9: Ruhetag TAG 10: Königsetappe: 148,2 KM, 1235 Höhenmeter Ein traumhafter Abschlusstag bescherte uns das Wetter am Ostermontag. Kein Regen, erträglicher Wind und teilweise Sonne, da machte die längste Radausfahrt so richtig Freude. Bei einem kurzen Stopp in Bingen und der Aufnahme von Bienenstich wurden nochmals die letzten Reserven freigesetzt. Der Abschluss war dann WRAG typisch. Grillfest bei Daggi und Peter mit Familien. Eine SUPER SACHE!!!! |



