Rückblick 2005 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 11. September 2008 um 17:40
Ohne Schnaps, aber bitte mit Glühwein

Öfter mal was Neues, um die Gäste bei Laune zu halten – eine der Devisen der Winzerfamilie Räder, bei der wir auch in diesem Jahr wieder unseren Jahresabschluss feierten. Man kann das wohl schon als kleine Tradition bezeichnen. Immerhin waren wir zum dritten Mal bei Ulla und Rüdiger zu Gast. Und nichts spricht eigentlich dagegen, das auch am Ende des Jahres 2006 wieder zu tun.

Glühwein versus Schnaps
Öfter mal was Neues bedeutete in diesem Fall: tausche Schnaps gegen Glühwein. Eine Maßnahme (oder soll man sagen: Vorsichtsmaßnahme?), die sich wohltuend auf Geist und Körper des ein oder anderen WRAG-Sportlers auswirkte. Denn wie wir wissen, sind diese Abende lang und schnell verliert man die Kontrolle über Geist, Körper und den Wein, den man an solch einem Abend in hohem Maße zuspricht. Und nicht selten hat für manchen in der Vergangenheit die mitternächtliche Schnapsprobe das Aus bedeutet. An dieser Stelle sei ein kurzer Blick in die Annalen erlaubt und auf einen einsamen Rekord verwiesen. Dem Pressewart Bernd gelang es anno 2004, schon vor dem ersten Raclette-Pfännchen die Löffel zumindest zeitweise abzugeben, ein Rekord, bisher unerreicht. Die Legende besagt übrigens, dass Stefan Lukas sich 2003 auf heimischem Terrain im Weingut Landgraf in eine ähnliche Verfassung begab, aber letztlich nur aufgrund eines nahezu einstündigen Sitzstreiks (solange saß er wie festgenagelt und bewegungslos auf seinem Stuhl) einem drohenden Fiasko entging.

Wanderer, kommst Du nach Flomborn
Keine Rede von solchen Ausfällen in diesem Jahr. Der Abend begann für uns alle überraschend diesmal nicht mit zwei bis sechs Gläsern Sekt im Stübchen, sondern mit Ullas Aufforderung, uns winterfest anzuziehen. Es folgte eine Wanderung durch das winterliche Flomborn. Wir haben einiges gelernt dabei: der Ort hat 1000 Einwohner und die Flomborner Wutz ist kein Schmankerl auf der Speisekarte des Dorfgasthofs, sondern eine Wutz aus Eisen und das Wahrzeichen der Gemeinde. In Erinnerung an einige schlitzohrige Bauern, die nach dem zweiten Weltkrieg unter der Knute der Schlachtviehabgabe die Besatzer ein ums andere Mal übers Ohr hauten – sie führten einfach die kleinste Sau des Stalls zur öffentlichen Waage. Manch einem lief bei Ullas ausführlicher Geschichtsbetrachtung schon das Wasser im Mund zusammen. Der Gedanke an gekochte Schinkenstreifen auf dem Raclette war allgegenwärtig, man roch förmlich den Duft brutzelnder Schinkenstücke. 

Glühwein satt
Doch daran war noch lange nicht zu denken. Flugs ging’s weiter Richtung Räder-Wingert, und da wartete nach der Eisen-Wutz die nächste große Überraschung. Zwischen Spätburgunderreben und Dornfelderlagen dampfte es gehörig, es roch weihnachtlich nach Glühwein, den uns Rüdiger in einem riesigen Topf präsentierte. Sofort begann die Rechnerei: wie viel muss jeder trinken, damit dieser Topf leer wird? Die geübten Mathematiker unter denf WRAGs kamen schnell auf einen Schnitt von drei Bechern pro Person, wobei einige es auf die Rekordzahl von fünf Bechern brachten, weil sich andere vornehm zurück hielten, um den Abend nicht schon hier zu beenden. Leicht, beschwingt und mit einigen Stolpereinlagen machten wir uns dann auf den Rückweg – Essen fassen.

Alles Käse oder was?
Obwohl wir es schon so oft durch exerziert haben – ein Raclette im Weingut Räder ist immer etwas besonders und es schmeckt von Jahr zu Jahr besser. Wer allerdings den diesjährigen „Pfännchenrekord“ aufgestellt hat, ist im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar. Die im Vorfeld gehandelten Favoriten Bernd, Stefan und Andreas (Steyer) arbeiteten, nachdem ihre Gattinnen das Essen eingestellt hatten, zwar diesmal nicht wie gewohnt mit zwei Pfännchen, sollten aber den Titel „Raclettekönig 2005“ auch diesmal wieder unter sich ausgemacht haben.

Peinliche Momente
Nach Wanderung und Flomborn-Wutz, nach Glühwein und Raclette folgte der letzte Höhepunkt des Abends: Das öffentliche Zur-Schau-Stellen angesehener WRAG-Mitglieder per Film, Foto oder Textdokumenten. Diesmal waren es Stefan und Thomas, die mit ihrer Bilddokumentation Höhepunkte des abgelaufenen Wettkampfjahres präsentierten und dabei auch peinliche Situationen enthüllten. Als WRAg kann man sich halt nie sicher sein, ob nicht gerade jemand mit dem Fotoapparat auf der Lauer liegt. Daher zum Schluß ein kleiner Tipp: auch in der härteste Wettkampfsituation, wenn der Puls an die 200 geht und die Zunge bis zum Boden hängt – ein kleines Lächeln ist immer noch drin.

Der Rest des Abend ist schnell erzählt: Babbeln, Wein trinken, Babbeln – und viel gelacht haben wir natürlich auch wieder. Dem Unternehmen „Raclette 2006“ steht also nichts im Wege.
 
  Ein Eintracht-Fan hisst die 05er-Fahne

Wie sehr muss er in diesen Minuten gelitten haben. Thomas Wendt, eingefleischter Fan des Erstligisten Eintracht Frankfurt, läuft mit Kappe und T-Shirt bekleidet durch den Ginsheimer Wald. An sich nichts Tragisches, wenn da nicht in großen Lettern FSV Mainz 05 auf den Kleidungsstücken prangen würde. Doch damit nicht genug: Damit ihn jeder schon von weitem sieht, oder um ihn schlicht und einfach noch mehr zu düpieren, haben ihm die Organisatoren des Juxlaufes noch eine stolze Fahne des Erzrivalen von der anderen Rheinseite in die Schatzkiste gepackt. Einige der weiblichen WRAGs, sie hatten sich in diesem Jahr nahezu geschlossen zum „Nur-Zuschauen“ entschieden, wollten ob dieser Demütigung beim Zieleinlauf sogar ein paar Tränen auf Thomas’ Wange gesehen haben. Kleiner Trost für den derart Gebeutelten: Mit seinen Teamkollegen Harald, Tom, Lea und Sam ereichte er bei diesem Lauf den zweiten Platz.

Auf Schatzsuche
Hätte Thomas geahnt, was auf ihn zukommt, er wäre mit Respekt, vielleicht ein wenig Angst zum Ginsheimer Wald gereist. So wie Alex und Peter K., die den Ort noch in grauenvoller Erinnerung hatten. Im Jahr zuvor hatten sie bei einer simplen Juxlauf-Übung namens „Huckepack“ versagt. Und nach einem fulminanten Sturz Bekanntschaft mit dem feuchten Waldboden gemacht. Spektakuläre Einlagen dieser Art wurden in diesem Jahr leider nicht geboten. Dafür galt es diesmal, nicht nur die Beine, sondern auch das Köpfchen anzustrengen. Die Organisatoren Peter B. und Andreas S. hatten in wochenlanger Vorarbeit einen „Kombinations-Orientierungslauf mit Getränkeaufnahme“ konzipiert. Die komplizierte Planung hatte sie derart stark gefordert, dass beide auf eine aktive Teilnahme am Juxlauf verzichteten. Sie konnten sich daher ganz auf die wichtigen Vorkoster-Aufgaben (Glühwein, kleiner Feigling) konzentrieren, die an einem solchen Tag anstehen. 

Staunende Spaziergänger
Somit gingen drei Gruppen auf den Weg durch den Ginsheimer Wald, ausgerüstet mit einem Plan, der den Weg zu einer Schatztruhe beschrieb. Eine große Gaudi vor allem für die Kids, die tatkräftig sowohl bei den Trimm-Übungen als auch bei der Suche dabei waren. Wer den Plan richtig deutete, wurde alsbald fündig: Im dichten Gestrüpp abseits des Pfades hatten die Organisatoren die Schatzkisten versteckt – Rucksäcke mit allem, was man an so einem Tag im Wald braucht: Süßigkeiten, Schnaps und ein paar Kleidungsstücke, um sich vor den zahlreichen Sonntagsspaziergängern so richtig schön zu blamieren. 
Am schnellsten löste die Lukas/Karst-Gruppe mit Dario und Leoni die Aufgabe, lässig in elegante OP-Anzüge gekleidet. Fehlte eigentlich nur noch der Mundschutz gegen die Alkoholfahne, die den beiden Erwachsenen vorauseilte. Zweiter wurde wie schon erwähnt die Gruppe um den weinenden Thomas, gefolgt von der Gruppe Bernd/Birgit/Alex nebst Peik und Nicki. Sie erinnerten in ihrem Outfit stark an eine Ausbrechergruppe des Ginsheimer Altersheims, und kamen nur deswegen als Letzte ins Ziel, weil sie, wie von den Verantwortlichen gefordert, den Schnaps bereits am Fundort der Schatztruhe komplett vertilgt hatten.
Garage, sweet Home
Da zu diesem Zeitpunkt dank gehöriger Unterstützung der Organisatoren Peter und Andreas der Glühweinvorrat schon zu Ende ging, blieb nur noch eine letzte Runde Sackhüpfen und der Rückweg in die vorgewärmte Garage im Bottschen Domizil in Ginsheim. Hier zeigte sich, was ein Feierprofi ist. Mit einem Heizstrahler, der normalerweise 3000-Mann-Zelte auf dem Oktoberfest versorgt, hatte Peter schnell für eine Temperatur um die 60 Grad gesorgt. Um Kreislaufzusammenbrüche wegen akutem Sauerstoffmangel zu vermeiden, wurde ab und an die Garage geöffnet. Auch ein probates Mittel, um die innere Hitze zu verscheuchen, die manch einen nach Genuss der hervorragend zubereiteten Soljanka- und Chilli-Variationen befiel.

So ging der Juxlauf 2006 seinem Ende entgegen, und eines sei an dieser Stelle betont. Die Meßlatte liegt hoch, die bisher noch nicht bestimmten Organisatoren für 2007 müssen sich einiges einfallen lassen, um die beiden letzten Jahre im Ginsheimer Wald zu toppen.
 

Köln-Marathon 2005Regenschlacht an Rhein und Dom

Was für ein Sauwetter. Zwar hatten wir alle die Wettervorhersagen im Radio und Fernsehen verfolgt (am gesamten Sonntag Regen über der Rheinischen Tiefebene), aber ein Fünkchen Hoffnung war immer noch geblieben. Wie oft haben die Experten von den Wetterwarten schließlich schon daneben gelegen. Aber es sollte noch schlimmer kommen, als Kachelmann und Co uns prophezeit hatten.

Mücken und Messe

Das Unternehmen Köln begann am Samstag früh – mit einer Absage. Nachdem schon Bernd im Vorfeld mangels Trainingseinheiten und diverser kleiner Wehwechen auf einen Start im Rheinland verzichtete, mußte Heike ganz auf die Reise verzichten. Ihr war eine üble Stechmücke in die Quere gekommen, die hatte sich über sie her gemacht. Das Ergebnis: ein dick geschwollener, heißer, juckender Oberschenkel, und ein Gang, der mehr an das Michelin-Männchen in der Reifenwerbung denn an normale Fortbewegung erinnerte. Somit war für Heike Couch und Ruhe angesagt, „Reiseleiter“ Bernd machte sich ohne zweite Hälfte, aber mit Heike und Stefan auf den Weg. Treffpunkt mit dem Rest der „Köln-Crew“, bestehend aus Andrea, Renate, Susanne und Thomas, war der Rastplatz Königsforst vor den Toren der Domstadt. Dort wurde aufgeteilt – in die „Shopping-Gruppe“ und die „Marathonmesse-Gruppe“. Die Besetzung der beiden Gruppen kann sich jeder selbst ausmalen.
Die Startunterlagen waren schnell abgeholt, auch Stefan hatte sein Problem, auf das wir hier nicht näher eingehen wollen, bald gelöst und Bernd konnte seinen Startplatz sogar noch für die Hälfte des Preises an einen Kurzentschlossenen verscherbeln. Nun gab’s eigentlich nur noch ein Problem: wie bekommen wir Nachzügler Peter ohne allzugroße Umwege nach Köln-Deutz? Ganz ohne Umweg ging’s leider nicht, so ist das, wenn man eine Abfahrt verpasst. Aber Peter kam auf diese Weise zumindest mal in die Nähe des neuen Kölner Stadions.
Nach der Bottschen Odysee ging’s ohne Umweg ins Früh nach Köln, wo die Shoppinggruppe schon einige Gläschen des Kölner Nationalgetränkes genossen hatte – und das macht richtig Hunger.

Pasta und Pesto

So ging’s dannn auch bald nach Kaldauen, die Quartiere beziehen. Betzi hatte ihre Wohnung zur Verfügung gestellt, Botts und Wendts hatten also „sturmfreie Bude“ für ein Wochenende. Andrea, Heike und Stefan waren bei Ingrid untergebracht und Bernd quartierte sich bei Schwägerin Annette ein, sozusagen an der Quelle, denn dort stieg abends die Pastaparty. Saucen und Salate waren schon in Wörrstadt und Ginsheim vorbereitet worden, die Nudeln schnell gekocht, so stand pünktlich um 19:30 die letzte Etappe der Vorbereitungen auf den Marathon auf dem Programm: Auffüllen der Kohlehydratspeicher unter dem Motto: so viel, wie geht.

Regen, Blasen, kölsche Töne

Der Blick nach draußen am nächsten Morgen verhieß nichts Gutes: dunkle Wolken über dem Rheinland, leichtes Nieseln - sollten Kachelmann und Co mit ihrer Prognose Recht behalten? Schon am Abend vorher bekamen wir einen Vorgeschmack auf den Sonntag. Die Pastaparty auf Annettes Terrasse war durch jäh einsetzenden Regen abrupt beendet worden.
Mit dem Zug ging es nach Köln, in zwei Gruppen, ähnlich zusammengesetzt wie die „Shoppinggruppe“ und die „Marathonmessegruppe“ am Samstag. Einzig Bernd hatte die Fronten gewechselt, war nun in der „Fangruppe“, zu der sich auch Betzi und Albert gesellten. Eines vorab: ein Kompliment an Albert, der einem simplen Kinder-Kirmes-Blasinstrument nie zuvor gehörte Töne hervorlockte und mit nie vermuteter Ausdauer die Läufer unterstütze. Die hatten Motivation seitens der Zuschauer auch dringend nötig. Pünktlich zum Start setzte wieder Regen ein und begleitete die Athleten auf den ersten 20 Kilometern. Nicht viel mehr Kilometer brauchte übrigens auch Peter, um seiner bis dahin hervorragenden Fitness dauerhaft zu schaden. Denn mit fortlaufendem Wettklampf vergrößerte sich eine Blase am Ballen, die ihn mehr und mehr behinderte. Waren Peter und Stefan bei Kilometer 12 noch einheitlich beisammen und trotz des strömenden Regens guter Dinge, sahen die nicht minder durchnässten Fans bei Kilometer 21 plötzlich Stefan vorne, alleine, ohne Peter. Wie konnte das gehen? Die Erklärung gabs nach dem Wettkampf, beim Betrachten von Peters Fuß. Eine riesige Blase hatte es sich auf Peters Ballen bequem gemacht, der zweite Abschnitt des Marathons war für Peter zur echten Qual geworden. Somit war Stefan bei seinem 2. Marathon diesmal schnellster WRAG-Athlet in 3:51 Stunden, Peter kam in für ihn ungewohnten 4:02 Stunden ins Ziel. Thomas, der sich selbst vor dem Wettkampf einen Sechser-Schnitt verordnet hatte, hielt diesen diszipliniert durch und kam am Ende in 4:15 Stunden ins Ziel auf dem Kölner Messegelände.

Paella und Partykeller

Der Rest des Unternehmens Köln-Marathon wird ebenso in die WRAG-Geschichte eingehen wie schon die Erstauflage des Events vor drei Jahren. Nachdem auch die Athleten die ersten wohlverdienten Kölsch im Deutzer Bahnhof zu sich genommen hatten, machten wir uns schnell auf den Heimweg nach Kaldauen, um den Abend in Angriff zu nehmen. Der war mal wieder vom Feinsten. Etappe eins – beim Spanier auf der Hauptstraße: Essen perfekt, nette Bedienung, alles locker und angenehm. Eine gute Einstimmung auf Etappe zwei: der Partykeller von Ingrid, an diesem Abend Strohwitwe, den Ehemann Honny weilte mit seinen Kegelbrüdern auf Mallorca. Und richtete seine Grüße an die WRAGs auf besondere Art und Weise aus: Die 20 Liter Gaffel-Kölsch, die vernichtet wurden, gingen auf seine Rechnung. So nahm der Abend seinen Lauf, sehr entspannt und locker, so wie es immer ist, wenn die WRAGs ein Faß (oder zwei) aufmachen.

Fazit:
Wieder mal ein super-Wochenende, an dieser Stelle noch mal Dank an Ingrid, Annette und Betzi (natürlich auch mit Anhang, der ja nur zum Teil vertreten war), die uns so freundlich aufgenommen und unterstützt haben. Wir hoffen, Euch alle bald mal bei uns vor Ort begrüßen und einladen zu dürfen.
 
 ERLANGEN TRIATHLON--- Der Kampf gegen die Zeit und das Wetter

Da haben wie wieder mal eine rausgehauen! So könnte die Zusammenfassung des Wochenendes in Erlangen kurz und knapp lauten.
Mit der Anreise am Samstag morgen und dem Aufbau der Zelte begann für einige WRAG-Familien ein aufregenendes Wochenende in Erlangen. Spätestens nach der Besichtigung der Radstrecke am frühen Abend war die Unruhe bei Stefan, Joachim, Bernd Nelson und Thomas zu spüren. Anspruchsvoll, Windanfällig, in den Ortschaften einige scharfe Kurven. Dazu das Schwimmen im Main-Donau-Kanal mit den ersten 1000m gegen die Strömung. Die Nacht vor dem Wettkampf war erwartungsgemäß unruhig, was aber nicht an der Nervosität lag. Eine Gruppe junger Leute aus Nürnberg feierte den ersten gemeinsamen Abend ausgiebig bis spät in die Nacht.
Doch die Athleten ließen sich nicht beirren und am Sonntag um 6.00h begann das Unternehmen Triathlon Erlangen. Für Stefan, Joachim und Thomas über die Halbdistanz, für Bernd und Nelson über die olympische Distanz.
Um 7.00h ging es am Campingplatz los zu den Wechselzonen und der Wettkampfbesprechung. Pünktlich zum Start um 9.00h bzw. 9.15h begann es dann auch zu regnen und Wind kam auf. Nachdem die erste Disziplin im Kanal gemeistert wurde ging es mit dem Rad durch das fränkische Umland. Die Athleten wurden mit Gegenwind und Regen auf den ersten Radkilometern gleich auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Doch nach einer guten halben Stunde hörte der Regen auf und die Straßen trockneten ab. Das abschließende Laufen wurde dann sogar von der Sonne begleitet und neben unseren WRAG Startern erfreuten sich auch unsere zahlreichen Fans über die wärmende Sonne. 3 mal hatten die Zuschauer die Möglichkeit die Läufer im Zielbereich tatkräftig zu unterstützen, ehe jeder Athlet die Ziellinie voller Freude überquerte. Die Unterstützung war wieder riesengroß, sogar Daggi, Peter und Oliver kamen aus dem nahen Urlaubsort zum Anfeuern. Mit jeweils Bestzeiten über die Halbdistanz kamen Stefan, Joachim und Thomas ins Ziel. Bernd nutzte die olympische Form zur Formsteigerung mangels knapper Zeit für das diesjährige Training und Nelson wollte gerne mal einen Wettkamf unter erschwerten Bedingungen absolvieren und ließ neben Schwimmbrille und Badehose auch gleich die Radschuhe zu Hause, um einen Wettkampf einer anderen Art zu erleben. Um so beeindruckender, dass er die Distanz trotz der Widrigkeiten hervorragend gemeistert hat.
Das abendliche Grillen mit lecker Bier und Wein wurde durch unterbrochen von einem schweißtreibenden Fussball-Match.
Die freundlichen gut aufgelegten “Störenfriede” der Vornacht sucht dann auch noch Unterschlupf bei uns zu später Stunde und so war es wieder ein typisches WRAG Event mit tollen sportlichen Leistungen und ebenso beeindruckender Stimmung rund um das WRAG-Lager.

ERGEBNISSE:
Halbdistanz:
4:52:58h Stefan
5:07:41h Joachim
5:28:00h Thomas

Olympisch:
3:17:17h Nelson
3:21:45h Bernd
 

GO TOM GO!!!   --- JUNIOR CHALLENGE IN ROTH ---

Unser “Junior” Triathlet Tom aus Rommersheim hat es geschafft. Beim größten JUNIOR TRIATHLON der Welt in Roth kam unser “WRAG” Tom nach 48,53 Minuten ins Ziel. 380 Junioren waren am Start über die Distanzen von 400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen. Tom schlug sich hervorragend und überquerte nach 9,50 Min. (Schwimmen), 24,46 Min. (Radfahren) und 14,17 Min (Laufen) die Ziellinie.

Die Strapazen begannen für Tom aber nicht erst mit dem Startschuß um 10.00h am Samstag, den 02.07.05. Mit der Anreise am Freitag nachmittag begann für ihn das Abenteuer “Roth”. Am Samstag morgen um 6.00h begann dann in den frühen Morgenstunden der Wettkampftag. Frühstück, Kleider- und Radkontrolle und ab ging es zur Wettkampfbesprechung um 7.40h. Radabgabe und dann hieß es warten, warten, warten.

Im Rother Freibad starteten die Junioren in verschiedenen Startgruppen. Um 10.00h war es dann für Tom soweit. Aufregende und Anstrengende knapp 49 Minuten lagen vor Tom. Überglücklich kam er ins Ziel und wurde von seinem Vater freudig in Empfang genommen.
Danach hieß es entspannen und schauen, was die “Großen” so alles machen. Triathlonmesse, Radabgabe der Top-Athleten. Alles wurde unter die Lupe genommen. Und dann der große Wettkampf in Roth am Sonntag. 5.00h wecken und los ging ein weiterer langer Tag beim Quelle Challenge Roth.

Eines ist auch klar: TOM, ein weiterer “WRAG”, der von dem Virus TRIATHLON ROTH infiziert wurde. Ein weiterer Traum beginnt bei einem WRAG ---- Und Träume gehen oft in Erfüllung!

Gratulation Tom, das war SPITZE. Weiter so !!!!
Halbdistanz MAXDORF - Das Protokoll eines Finishers
9.15h Schwimm-Start
2000 m im Lambsheimer Weiher
82 Km mit dem 2 maligen Anstieg zur Lindemannsruhe. HÖHENMETER der Radstrecke: 1.025 Meter
20 Km laufen durch den Wald und entlang der Autobahn
Ernährung: ca. 4-5 Liter Flüssigkeit ---- 7 - 10 Squeezy ---- Bananen
Kalorienverbrauch: Um die 6.000 verbrauchte Kalorien
Zielankunft der WRAG´s Triathleten: Zwischen 5.10h und 6.25h

Es war eine unglaubliche Erfahrung und ein geiles Gefühl über so eine Distanz zu bestehen. Von den 5 Einzelstartern war es für Vier der erste Wettkampf über diese Länge. Stefan, Ralf, Bernhard und Thomas kamen bei ihrer Premiere wohlbehalten ins Ziel und genossen den Trubel im Zielbereich ebenso wie Joachim, der zum 2. Mal die Distanz bewältigte. Dazu unsere tolle Staffel, die mit Bernd, Nelson und Alex eine hervorragende Leistung ablieferten und bei ca. 5.10h ins Ziel kamen. Dazu unsere treuen Schlachtenbummler, die alle Teilnehmer super angefeuert haben.

SCHWIMMEN
Ruhiges Einschwimmen!!! Fehlanzeige. Hektik, unruhiges Schwimmfeld, Hiebe, Tritte, Schläge. Auf den ersten 450 Metern war kein gleichmäßig ruhiges Schwimmen möglich. Dazu Krampfansätze beim Ausziehen des Neoprenanzuges

RADFAHREN
Vor den Athleten lagen 82 Km mit 1.025 Höhenmetern. Ein hartes Stück Arbeit auf einer sehr anspruchsvollen Strecke. Das Feld wurde weit auseinander gezogen. Der Anstieg zur Lindemannsruhe zog den Triathleten die Kraft aus dem Körper und auf der langen Abfahrt war  keine Erholung möglich. KETTE RECHTS UND VOLLGAS. Trotz größtenteils abgesperrter Strecke kam es besonders in den Ortschaften zu einigen kniffligen Momenten mit anderen Verkehrsteilnehmern.

LAUFEN
Nach dem Abstieg vom Rad hieß es erstmal Ruhe bewahren und nicht zu schnell angehen. Vom Rasenplatz in Maxdorf ging es dann durch ein Waldgebiet. Die Waldstrecke war sehr schmal und uneben, Vorsicht war angesagt. Dann der Weg an der Autobahn ohne Sonnenschutz bis zur Wende. Nach 10Km hatte man das Ziel erreicht. Ein Wende und ab ging es auf die zweiten 10 Km. Für die Psyche eine harte Probe !!! Noch einmal die Strecke bis zum endgültigen Zieleinlauf. Doch nach der letzten “Qual” war es dann geschafft.

ZIEL
Beifall, Jubel, Anfeuerungsrufe und sehr viel Applaus. Gänsehaut-Gefühl beim Überqueren der Ziellinie. Umarmungen, Gratulationen und der erste Schoppen von den gut gelaunten WRAG´s waren der Lohn für das Erreichte. Der Hunger und Durst wurde sofort durch das reichhaltige Angebot vom Veranstalter gestillt. Kuchen, Brote, Obst, sowie Wasser, Cola, Malzbier und Bier (auch alkoholfrei) waren einfach nur lecker. Das anschließende Duschen, die Massage und das wohlverdiente Weizenbier rundeten den erfolgreichen WRAG-Tag wieder mal ab und machten ihn zu einem weiteren Höhepunkt der WRAG Gemeinschaft.
 


MALLORCA - EXTREM - 9. - 16. April



Wer es gemächlich mag, kommt in die “Plausch-Gruppe“. Bei organisierten Rad-Touren auf Mallorca mag diese Zuordnung sinnvoll sein, die Wrags ziehen sich gegenseitig damit auf. Plausch-Freunde hatten in diesem Jahr beim 3. Mallorca-Radtrainingslager der geselligen Triathleten jedenfalls schlechte Karten: Rund 700 Kilometer in sechs Tagen mit weit mehr als 5000 Höhenmetern ­ wahlweise im roten Wrag-Dress oder im gelb-blauen Outfit des unüberhörbaren Rad-Vermieters und Ex-Rad-Profis Fred Rompelberg (der mit dem Rad schon mit 268 Stundenkilometer über den Salzsee in Utah gerast ist und auch sonst offenbar nicht alle Tassen im Schrank hat).

Nun sollte bei den Wrags das Wort Trainingslager nicht bierernst genommen werden. Es hat für sie jedenfalls eine etwas andere Bedeutung als beispielsweise für das T-Mobile-Team. So legen die Triathleten aus dem Hessischen und Rheinhessischen auf die Aufnahme elektrolyt- und kohlenhydrathaltiger Getränke, die auch gezielt zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt werden, auf eine die Zusammengehörigkeit stärkende Lachtherapie und auf ausgedehnte, mit Musik unterlegte Lockerungsübungen ganz besonderen Wert. Egal, wie viele Kilometer abgerissen wurden ­ zum Zocken war auf Mallorca immer noch genug Energie da. Beispiel Tag 3: Nach Touren nach Colonia St. Jordi am südlichen Zipfel der Insel (Tag 1) und in den “Orient“ in den Bergen (Tag 2) mit insgesamt mehr als 250 Kilometern brach die zehnköpfige Truppe, wie so oft, zu einer “leichten Flachetappe“ zum “lockeren“ Pedalieren auf. Am Ende kamen wieder knapp 140 Kilometer heraus ­ inklusive des strammen Anstiegs nach San Salvador.


Doch nach alldem suchten die Herren erneut Zerstreuung. Der Abend endete folgendermaßen: Champions-League-Spiel Bayern/Chelsea inklusive Happy Hour und Druckbetankung, danach “Tagesbesprechung“ im unvermeidlichen Bierkönig bei einem Fünf-Liter-Eimer Sangria, anschließend Musik und Tanz im Regines mit lockeren Beinen, schwerer Zunge und ­ wegen sprachlicher und motorischer Koordinationsprobleme ­ zumeist vergeblichen Konversationsversuchen mit dem weiblichen Geschlecht. Abschluss bildete gegen vier Uhr morgens ein gemeinsamer Spaziergang zum Hotel ­ das nur dank Thomas´ guten Orientierungssinns geortet werden konnte. Einige würden wahrscheinlich noch heute, sich gegenseitig stützend, an der Strandpromenade herumirren. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Mallorca auf die Wrags offenbar wie ein Jungbrunnen wirkt. Wie sich aus Gesprächsthemen und Wortwahl jedenfalls schließen lässt, sind viele spätestens gegen Ende der Reise mit steter Regelmäßigkeit wieder in der prä-pubertären Phase angelangt. Auch die Wrags haben ein Einsehen: Der folgende Tag war für die Regeneration bestimmt. Lockere 40 Kilometer an der Küste und durch Palma ­ mit Sonnenbad (und Sonnenbrand) am Strand. Für einige war Sonnenschein auf Mallorca ein völlig neues Erlebnis, nachdem sie die Trauminsel zwei Jahre zuvor beim 2. Wrag-Trainingslager nur im grauen Gewand mit dicken Wolken, heftigen Regengüssen und eisigem Wind kennen gelernt hatten. Sicherlich, die abendliche Weinprobe am Strand wurde nach kurzer Diskussion und einigen kalten Windböen kurzerhand ins Hotel verlegt; auch waren Arm- und Beinlinge sowie die Windjacke erneut ständige Begleiter ­ doch der Himmel strahlte dieses Mal an den meisten Tagen mit den Wrags um die Wette. 

Für die Königsetappe an Tag 5 wollten sie fit sein: unvergessliche 150 Kilometer mit 2300 Höhenmetern. Die meisten Wrags hatten den Aufstieg nach Valdemossa schon einmal genossen

­ Vor zwei Jahren bei strömenden Regen. Dieses Mal erstrahlte der Ort, wie aus dem rötlich-braunen Berghang gehauen, in der Sonne und zog die Wrags förmlich hinauf. Auf und ab ging es entlang der Steilküste nach Puerto de Soller, wo die Truppe mit der Fähre nach Calobra übersetzte ­ um dort die “Schlange“ zu bezwingen:


Hinauf zum Sa Calobra-Pass sind auf 10,5 Kilometern an die 800 Höhenmeter zu überwinden ­
mit atemberaubenden Serpentinen und Ausblicken. Die Schlange setzte ungeahnte Kräfte frei. Doch ob tatsächlich Tretlager glühten und sogar mit angezogenen Bremsen gefahren werden musste, um beim Aufstieg nicht abzuheben, ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Auch an diesem Tag hatten sie gegen Ende der Fahrt seltsame Visionen ­ von schlanken, sich nach unten verjüngenden Glaskörpern mit hellbraun-trübem Inhalt und weißer Krone. Visionen, die die Wrags nach einer Tour immer wieder an einen Ort führten: nicht ins Hotel, sondern “zum Illy“.
Wie sich bei der 2. Wrag-Tour 2003 jedoch herausstellte, heißt Illy gar nicht Illy, sondern “La Perla“. Illy ist eine Kaffeemarke, für die auf an der Kneipe “La Perla“ angebrachten Schildern geworben wird. Ernesto und seine sympathische Schwägerin und Köchin Diana schmeißen den Laden ­ und haben mit den Wrags mittlerweile Freundschaft geschlossen.

Auch Uwe, Rolf und Gerd dürften die Wrags jetzt in ihr Herz geschlossen haben. Sie nahmen zum ersten Mal am Mallorca-Trainingslager teil: voller Begeisterung und mit vollem Einsatz. Ihnen fiel es nicht schwer, sich von der guten Laune und Unbeschwertheit der Wrags anstecken zu lassen. Das Rezept ist einfach, aber doch nicht leicht: niemand nörgelt, niemand nervt. Niemand pocht auf seine Vorstellungen und Wünsche, und doch findet jeder seinen Spaß. Und den haben sie vor allem beim Radfahren.


Gerd geht das schon lange so. Er hat ein Jahrespensum, von dem viele andere nur träumen, und Mallorca kennt er wie seine Westentasche. Gerd ist durchtrainiert, hager ­ und 66. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber wenn nach eigener Einschätzung recht flotte Radfahrer bei 36 km/h und Gegenwind von Gerd überholt werden, weil er mal schnell kucken will, wo´s langgeht, dann stimmt das nachdenklich. Ob Sa Calobra, San Salvador oder Randa: Gerd fährt alles ­ und das stramm. Sein Sohn Gerd Junior, der zwei Abende mit der Truppe verbrachte, liebt Mallorca offenbar auch, nur anders. Er fährt auf der Insel zwar kein Rad, aber er lebt dort ­ schon seit 15 Jahren Auch wenn es manchmal an die Substanz ging, auf Mallorca haben die Wrags Kraft getankt ­ für Geist und Körper.

Ihre Frauen sollten sich, so meinte jedenfalls Uwe, nicht wundern, wenn sie nach der Ankunft des Gatten durch die heimische Wohnung geführt werden, damit sie sich an dieser noch einmal erfreuen können. Denn in den kommenden Tagen, so Uwes Prophezeiung, werden sie nichts anderes sehen als die Schlafzimmerdecke...
  
JUXLAUF 2005

Der Sturz
Ein kurzes Straucheln, ein verzweifeltes Sich-auf-Bäumen, der letzte Versuch, dem drohenden Fiasko zu entgehen, dann sanken 170 Kilogramm Lebendmasse, verteilt auf zwei ausgepumpte Körper, ins nasse Laub des Bauschheimer Waldes. Es war der Schlußpunkt eines hart umkämpften Wettbewerbs, namentlich Juxlauf, der jedes Jahr die WRAG-Athleten zu schier unglaublichen Höchstleistungen in dem Triathlonsport  fremden Disziplinen treibt. Alex Krisch und Peter Kaarst, besagte Sturzopfer, wollten es nicht wahrhaben, aber der satte Aufprall auf dem Waldboden kostete sie und ihr Team, die bis dahin führenden „Plattfüße“, den schon sicher geglaubten Sieg.

Der Wettbewerb
Thomas Wendt, in diesem Jahr Organisator des Juxlaufes, und sein Team (Renate, Pia, Philippe, Gerda) hatten sich viel vorgenommen für den Tag – und: er wurde für alle, auch die Kinder, zum großen Erlebnis. Um eine ausgewogene Besetzung der Mannschaften zu gewährleisten, hatte Thomas ein kompliziertes Losverfahren ausgeklügelt, an dessen Ende sich die Teams „Plattfüße“ (Raschke, Erdmann, Krisch, Kaarst P.), „Windschattenfahrer“ (Plewa, Lukas. J, Erdmann-Heiß, Wendt) und „Schwammtaucher“ (Kaarst D, Lukas. S, Grasemann, Krämer) formierten.

Die erste Disziplin: Eierlauf – schon hier trennte sich die Spreu vom Weizen, schieden sich die Geister darüber, welche Technik denn nun zum Erfolg führt. Als Urologe, der Männern von Berufs wegen schon mal in die Weichteile greift, ging Joachim Lukas in dieser Disziplin als Favorit auf die rund 20 Meter lange Strecke. Er mußte sich am Ende aber ebenso geschlagen geben wie die Damen im Feld, denen man aufgrund langjähriger Erfahrung im Zubereiten von Frühstückseiern doch ein wenig mehr Fingerspitzengefühl zugetraut hätte. Überraschend, daß ausgerechnet Bernd Raschke sein Team in dieser Disziplin in Führung brachte – kaum jemand hätte dem 1,90-Meter-Mann auf dem schweren Untergrund eine solch filigrane Leistung zugetraut.

Die zweite Disziplin kam den Fußballern unter den WRAGs zu Gute. Slalomdribbeln – ein Zweikampf zwischen „Plattfüßen“ und „Windschattenfahrern“. Ex-Fast-Halbprofi Harald und der ehemalige hühnenhafte Kreisklassen-Amateurvorstopper Bernd zogen alle Register ihres Könnens, zogen allerdings gegen Thomas „der Kaiser“ Wendt und Abräumer Plewa knapp den Kürzeren. Alles andere sah eher nach Verlegenheitsfußball aus, enge Ballführung und kurze, knackige Sprints sind wohl doch nichts für Sportler mit Schwimmhäuten, Speichenknochen und Blasenfüßen, wie es Triathleten nun einmal sind.

Ein großes Lob an dieser Stelle unserem Nachwuchs, der nicht nur in den einzelnen Wettkampfdisziplinen toll mit machte und manchen „Senior“ in den Schatten stellte. Auch in den zwischen den einzelnen Wettkampfdisziplin und den „aktiven Trink-Erholungspausen“ (dazu später mehr) eingebeteten kurzen Lockerungs-Läufe im Ginsheimer Wald sah man immer wieder unseren Nachwuchs Führungsarbeit leisten. Das läßt uns hoffnunungsvoll in die Zukunft blicken (Roth 2015 – wir kommen!)!

Die dritte Disziplin – Laufen unter erschwerten Bedingungen, erinnerte dann stark an körperliche und geistige Zustände, die wir alle von Stammtischen oder Weihnachtsfeiern kennen. Nach schnellen Drehungen um die eigene Körperachse galt es, die Strecke in einem Zustand zu absolvieren, den man sonst nur nach sechs Riesling-Schoppen auf Ex erreicht. Dennoch – es war eine Disziplin, in der wir uns aufgrund langjähriger Erfahrung heimisch fühlen. Nennenswerte Ausfälle blieben aus, abgesehen von einigen Beinahe-Zusammenstößen, Abdriften in die Laufbahn des Gegners oder Fast-Erbrechen hinter der Ziellinie wegen körperlicher Überanstrengung. An dieser Stelle sollte man nicht vergessen, daß Organisator Thomas zwischen den einzelnen Disziplinen sogenannte „aktive Trink-Erholungspausen“ angeordnet hatte. Sie sind in Sportlerkreisen sehr beliebt und nur dann wirklich sinnvoll, wenn die servierten Getränke nicht antialkoholisch sind.

Die vierte und letzte Disziplin (eingangs schon kurz erörtert) wurde so gestärkt angegangen. Dem einen machte sie mehr, dem anderen weniger zu schaffen, will heißen: die, die oben saßen, hatten es gut, die die unten waren, mußten schuften. Wobei das Auswahlkriterium dafür, wer oben sitzten durfte, nicht nur vom Körpergewicht, sondern auch von der Menge der zugeführten Getränke in der „aktiven Trink-Erholungspause“ abhing.

Das Ergebnis
Der Rest sind Zahlen und Fakten. Mit einem denkbar knappen Ergebnis endete der Juxlauf, die „Windschattenfahrer“ setzten sich knapp mit neun Zählern gegen die punktgleichen „Schwammtaucher“ und „Plattfüße“ durch. Ein Stechen mußte die Entscheidung über den zweiten Platz bringen, die Protagonisten: Raschke und Krämer, sie lieferten sich einen eindrucksvollen Showdown in der Nachmittagssonne des Ginsheimer Waldes: ein Bier auf Ex, die Sache war nach wenigen Sekunden entschieden, Raschke zog den Kürzeren. Der seit früher Jugend an Kölsch gewöhnte Rheinländer kam mit dem ungewonten 0,33-Liter-Warsteiner-Fläschchen einfach nicht zurecht.

Die Feier
Zum Abschluß ging es auf die heimische Terrasse von Wendts, und dort warteten noch einige Überraschungen: ein gestiftetes Pils-Fass der Hochzeiter Kathrin und Alex (wurde fast leer, saubere Leistung von denen, die die ganze Zeit wie festgewachsen neben dem fass standen) zwei Überraschungs-Weinpakete für den „Stammtischwimpel“-Produzenten Thomas  Grasemann und den Pressefritzen Bernd, und - eine riesige Pfanne. Erstaunlich und beispiellos, mit welcher Virtuosität und Leichtigkeit Thomas „Bocuse“ für uns an dieser Pfanne arbeitete. Überwiegend sogar einhändig, weil die andere Hand ja für das Pilsglas frei sein mußte. Kurzum: es war der gelungene Abschluß eines schönen Tages mit leckerem Essen, und die „aktiven Trink-Erholungspausen“ vom Nachmittag wurden hier bis in die Abendsunden verlängert.