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Freitag, 13. März 2009 um 09:14
Wandertag

Wandern, sagen Naturfreunde, soll Spaß machen. Bei herrlichem Sonnenschein, angenehmen Temperaturen, einem leichten Wind spaziert man mit Gleichgesinnten durch den Wald. Lauscht dem Zwitschern der Vögel  und dem Rauschen der Bäche. Nimmt zur rechten Zeit an einem ruhigen Plätzchen eine Brotzeit ein. Zieht dann wohl gelaunt dem Ziel entgegen.  

Sonntag, 2. Dezember. Nichts zu sehen von der Sonne. Es ist kühl. Der Wind frischt weiter auf. Und es regnet. Die Naturfreunde, die von obiger Situation berichten, sitzen sicher in der warmen Stube, bei Kaffee und Kuchen. Unterwegs sind an diesem unwirtlichen Vormittag nur die WRAGs, eingemummt in Regenkleidung. Kein Vogel zwitschert, bei diesem Sauwetter wagt sich das Federvieh nicht vor die Hütte. Wenigstens schneit es nicht.

Mit Kind und Kegel dem Wetter getrotzt
Den meisten Spaß hat schon seit Beginn der Wanderung am Forsthaus Vorholz Numa, Haushund der Familie Bott. Sie lässt keinen Tümpel, kein Schmutzloch aus, jagt zwischen den Wandern hin und her und knabbert an Holzstücken, als hätte sie tagelang abstinent gelebt. Was soll’s. Wer in 16 Grad kaltem Wasser schwimmt, bei Dauerregen auf’s Rad steigt oder sein Lauftraining morgens um 6 im Dunkeln beginnt, lacht über so was. WRAGs wandern bei jedem Wetter, mit Kind, Kegel und Hund. Und als die erste Rast nach einer knappen Stunden eingeläutet wird, die ersten Korken lange Flaschenhälse verlassen, ist die eh schon heile WRAG-Welt noch mehr in Ordnung.    

Wein gehört zum Wandern
Eine schöne Strecke hatten sich Bernhard und Birgit für den jährlichen Wandertag ausgesucht. Vom Start am Vorholz ging es in einer großen Schleife durch den Pfälzer Wald wieder zurück in die Nähe das Ausgangsortes. Zehn Kilometer waren das unter dem Strich, manchem Kid kam es wohl wie 20 vor, was zunehmendes Quängeln zum Ende der Wanderung bestätigte. Nach der Pause wurde noch mal richtig Gas gegeben, rund 90 Minuten und ein paar weitere Flachen Wein später hieß es dann endlich: „Wir sind fast da“. Auch die meisten Erwachsene nahmen diesen Ruf mit Wohlwollen wahr, und sahen mit Freude, daß Bernhard bereits 15 Minuten vor dem Eintreffen am Zielort per Handy massenweise Schnitzel orderte.

Ein Prost auf den Gastwirt
Es war der richtige Zeitpunkt, um einzukehren. Der Wind hatte mittlerweile gefühlte Orkanstärke erreicht, drinnen in der Gaststätte war es dafür umso gemütlicher. Manchem kam es zwar wie eine kleine Ewigkeit vor, bis die ersten Schnitzel von der Küche in den Gastraum wanderten, dafür schmeckten sie dann aber umso besser. Bernhard hatte vorher den Mund nicht zu voll genommen, als er von hervorragenden “Fleischlappen“ in Rekordgröße sprach. Und auch die Menge an Fritten, die der freundliche Gastwirt auftischte, reichte für eine halbe Kompanie. Fazit: keiner ging hungrig weg und alle sparten sich das Abendessen. Der Abschluss des Wandertages gestaltete sich so recht nach dem Herzen eines WRAGs: der Wirt kredenzte einen Krug „Orbiser Birne“, ein selbst hergestelltes wohlschmeckendes Destillat. Es kam, wie es kommen mußte. In Windeseile war der Wirt seinen Krug, oder besser, den Inhalt des Kruges los, aber es reichte auch für ihn noch dazu, zweimal mit den WRAGs auf einen schönen Wandertag anzustoßen. Wen kümmert in solchen Momenten noch, was draußen für ein Wetter ist.



Denken, Lenken, Wein einschenken
Schubkarren, Handies und Flaschen im Dauereinsatz bei den Räders

Frage: Was haben die katholische Kirche in Flomborn und die Rebsorte „Acolon“ gemeinsam? Antwort: sowohl das Gotteshaus als auch die Pflanze sorgten am frühen Samstag Abend im verschlafenen Örtchen Flomborn für Ratlosigkeit. Galt es doch, Fragen nach dem Baujahr der Kirche und dem Ursprung der seltsamen Rebsorte zu beantworten. Wohl dem, der in solch extremen Lebenssituationen „high-equiped“ ist: selten hat man so viele Handies, Blackberries und Smartphones auf einer Weihnachtsfeier im Einsatz gesehen.
Es waren nicht die einzigen Fragen, die sich Stefan und Thomas ausgedacht hatten. Dazu später mehr. Ein wenig abrücken vom bisher bewährten Schema der jährlichen Feierlichkeiten im Weingut Räder war die Devise. Somit überraschte schon der Auftakt des Abends: Dank Thomas Grasemann verkosteten Ulla und Rüdiger heißen Glühwein in schönen, im  knalligen WRAG-Design gefertigten Tassen. Der schmeckte somit umso besser; die Tassen, ein erster Hinweis auf viel Neues, was folgen sollte.

Fragen über Fragen
Als Stefan die große WRAG-Familie in drei Gruppen teilte, ahnten die meisten bereits, was auf sie zukommt. Von wegen beschaulicher Jahresausklang. Nach dem bisher wohl ereignisreichsten WRAG-Wettkampfjahr kam man auch an der Weihnachtsfeier um einen weiteren Wettbewerb nicht herum. So kam es, daß besagte Gruppen einen Spaziergang unternahmen und sich die Köpfe über eingangs erwähnte Fragen zerbrachen. Was bisweilen skurrile Formen annahm. Ureinwohner wurden auf offener Straße gestellt und befragt, mit „Zuhause telefoniert“, „leichte“ Damen von starken Männern an Kirchenmauern hochgewuchtet. Peter B. lauschte zwecks mangelnder eigener Ideen seines Teams bei einer gegnerischen Gruppe, Thomas und Bernd suchten derweil den Ort nach Weinreben ab, die zu fotografieren waren. Andreas S. hatte das bereits ohne ihr Wissen und allzu großen körperlichen Aufwand erledigt, sind sie doch im Räder’schen Hof in voller Pracht zu finden.

Die weiteren Fragen, noch kniffliger, jetzt war mathematisches Grundwissen gefordert statt historischem Background. Wie viel WRAGs nahmen am Wörrstadt-Triathlon teil? Und wie viele Kilometer haben sie insgesamt im Wettkampfjahr 2007 zurück gelegt? Um es vorweg zu nehmen: 18 waren es in Wörrstadt, und 4947,6 Kilometer waren es, die die WRAGs in diesem Jahr schwammen, radelten und liefen.  

Mit der Schubkarre auf Sekundenjagd
Nach dem „Gedankenjogging“ zum Auftakt ging es im Hof sportlich weiter. In Anlehnung an den Juxlauf galt es nun, verschiedene, rheinhessischen Winzertraditionen ähnelnde Wettbewerbe in der Gruppe zu absolvieren. Dabei blieb die Frage, ob Winzer ihre Ehefrauen nach getaner Arbeit im Wingert in der Schubkarre nach Hause fahren, unbeantwortet. Dagegen machten die meisten WRAGS beim Schnellschieben eine hervorragende Figur. Bis auf einen kleinen Ausrutscher und Fast-Sturz von Susanne und Peter K. einmal abgesehen. Und Weinflaschen im Rekordtempo öffnen und gefüllte Becher geschwind von A nach B zu transportieren – welcher WRAG beherrscht das nicht aus dem Eff-Eff.  

Zahlen, Zahlen, Zahlen
Danach – endlich Pause, mit der besten Hokaido-Kürbissuppe der Welt (manch einer hätte sich am liebsten rein gesetzt), und einem launigen Zwiegespräch von Thomas und Stefan mit Zahlen, die die meisten mit offenen Mündern staunend vernahmen. Das Jahr 2007, so wie es Stefan und Thomas präsentierten, war das bislang wohl erfolgreichste, aufregendste und ereignisreichste in der Geschichte der WRAGs. Beleg dazu war auch ein mit Musik untermalter kleiner Zusammenschnitt großer Ereignisse wie dem Kraichgau-Triathlon, dem Frankfurter Ironman, Wörrstadt-Triathlon mit unseren Nachwuchssportlern und, und, und.

Die Liste der Wettkämpfe, an denen WRAGs teilnahmen, ist wirklich enorm: Marathon Freiburg, Marathon Mainz, Rheinhessen Zeitfahren, Triathlon Maxdorf, Triathlon Festival Kraichgau, Quelle Challenge Roth, Ironman Frankfurt, 24 Stunden Nürburgring, Triathlon Wörrstadt, Ironman 70.3 Wiesbaden, Triathlon WM in Hamburg, Triathlon Köln, Triathlon in Gimbsheim, Haidetour und Marathon Frankfurt.  In dieser geballten Zusammenfassung aufgelistet, wird erst richtig deutlich, wie viel Asphalt, wie viel Wasser von WRAG-Händen, Beinen, Füßen und Armen in diesem Jahr bearbeitet worden ist.  

Showtime, Teil 2
Dann ging es Schlag auf Schlag weiter, zunächst mit der Weinprobe. Traditionell dient sie jedem einzelnen als Hilfe und Gedankenstütze bei der Beantwortung der wohl wichtigsten Frage des Abends: Welchen Wein trinke ich zum Raclette? . Entgegen früheren Feierlichkeiten an gleicher Stelle mußte in diesem Jahr zum gleichen Zeitpunkt keiner vorzeitig den Löffel abgeben, und erstaunlicherweise überstanden auch alle unfallfrei das sich anschließende hervorragende Raclette.

Und dann – erneut Showtime. Es gab ja noch einiges zu zeigen. Szenen, die normalerweise unter den Jugendschutz fallen und daher auf Bernd und Mickas 50. Geburtstag nicht gezeigt werden konnten. Es handelte sich um von Andreas zusammengeschnittenen Outtakes, die jeder mittleren Pornoproduktion zur Ehre gereicht hätten. Und wenn Peter, wie gesehen, 8 Anläufe braucht, um einen einzelnen Satz geradeaus zu sprechen, kann jeder nachvollziehen, mit welchem Spaß und Elan die jungen Nachwuchsproduzenten den Film zum 50. Geburtstag angegangen haben.

Quelle Challenge, der ultimative Wettkampf
Und dann durften sich auch die endlich bewundern, die im Sommer einen der schönsten und besten Wettkämpfe sowohl als Aktive als auch als Fans begleitet haben. Die Quelle Challenge in Roth ist und bleibt der WRAG-Wettkampf des Jahres 2007 und lange in Erinnerung, ohne dabei die Leistungen der anderen Eisenmänner und Wettkämpfer schmälern zu wollen.
Was bleibt nach solch einem Abend? Die Gewissheit, Mitglied einer Truppe zu sein, die nicht nur hart im Wettkampf gegen sich selbst ist, sondern es genau so gut versteht, Feste feste und stilvoll zu feiern. Und das ist letztlich auch ein Verdienst der Gastgeber Ulla und Rüdiger, die sich von Jahr zu Jahr in ihrem Einfallsreichtum steigern  und sich somit auch in diesem Jahr wieder übertroffen haben.


Beste Bedingungen bei der Haidetour 2007

Das schöne Wetter hat wohl einige Sportler in Wörrstadt und Umgebung motiviert. Nach 18 Meldungen für die diesjährige Haidetour des RVWörrstadt gingen am Sonntag morgen 25 Starter auf die anspruchsvolle Radstrecke, um den Kampf gegen die Zeit und die nicht immer sichtbaren Gegner aufzunehmen.

Mit einem neuen Konzept und Start um 9.30h gab es in diesem Jahr einige Veränderungen vom Veranstalter. Zuerst durften die Ü50 Starter im 1 min. Abstand auf die Strecken. Ihnen folgten die Frauen und zum Abschluss folgten die 17 U50 Athleten.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die gut 52 Km von allen Athleten verletzungsfrei gemeistert. Gut gelaunt und hungrig ging es dann in die Halle des RV zum fröhlichen Beisammensein. Salate, Kuchen und andere Leckereien wurden von den Teilnehmern mitgebracht und auch ein guter Schoppen durfte nicht fehlen.

Einzig die abgebauten Duschen wurden vermisst, die aufgrund der Renovierungsarbeiten in der Schule derzeit fehlen. So war es wohl ein “stinkendes” Miteinander. Doch aufgrund der sommerlichen Temperaturen konnte das große Fressen samt Siegerehrung im Freien stattfinden.

Zu Erwähnen ist noch, dass das Weinhaus Welther aus Engelstadt für alle Fahrer Weinpräsente zur Verfügung gestellt hat. Diese wurden dann von unserem WRAG Stefan, wieder einmal mit Platz vier knapp am Podest vorbei, im Rahmen der Siegerehrung verteilt. Der immer muntere Vorsitzende Lothar Lang war leider verhindert. Er wurde beim Transport von leckeren Rheinhessenweinen gesichtet.


WM-Luft geschnuppert
Thomas, Stefan und Uwe im Rahmenprogramm der Weltmeisterschaft

Einmal den Flair, die Atmosphäre einer Triathlon-Weltmeisterschaft als aktiver
Athlet zu erleben, diesen Traum erfüllten sich Stefan, Thomas und Uwe in
Hamburg. Dass das kein normaler Wettkampf werden würde, spürten die Drei
schon gleich beim Einchecken im Hotel. Überall, wo man hinsah, Triathleten, aus
der ganzen Welt. Hamburg war an diesem Wochenende definitiv der Nabel der
Triathlonwelt, und die später in den Medien hoch gelobte Veranstaltung hatte aus deutscher Sicht auch noch ein Happy-End: Daniel Unger holte sich den Titel bei den Männern.    

Von den Leistungen eines Unger sind Thomas, Stefan und Uwe naturgemäß weit entfernt, doch alleine in Hamburg bei einer Veranstaltung dieser Dimension dabei zu sein, war die Reise wert. Vor dem eigenen Wettkampf am Samstag wurde aber erst einmal geschaut und gestaunt. Nach der Eröffnungsfeier am Donnerstag Abend bewunderten die drei am Freitag den deutschen U23-Sieg. Dabei begann langsam das Kribbeln und die Vorfreude auf den Start am nächsten Tag wurde immer größer. Die Atmosphäre in Hamburg - schon am Freitag unbeschreiblich. Athleten, ihre Partner, Fans, Zuschauer, alles traf sich im Zielgebiet auf dem Rathausplatz mit seiner riesigen Stahlrohrtribüne. Nach der Siegerehrung ging es langsam zurück ins Hotel, die mentale Vorbereitung mit dem Zurechtlegen und Ordnen der Wettkampfutensilien begann.

Um 6:30 am Samstagmorgen war die Nacht zu Ende, aber Frühaufsteher wie die Drei sind das gewöhnt. Nach kleinem Frühstück und einem letzten kritischen Blick über Rucksack und Zubehör  ging’s mit der S-Bahn Richtung Jungfernstieg, zum Einchecken in einer riesigen Wechselzone, 500 Meter lang mit rund 4000 Radständern. Dimensionen, die auch die Großveranstaltungen in Roth oder Frankfurt noch übertreffen. Dann der Wettkampf, und der war alles andere als ein ruhiger Saisonausklang. Das Wasser in der Alster – kühle 16,5 Grad kalt, Neo war also absolute Voraussetzung, um auf der 1500-Meter-Strecke auf der Innen- und Außenalster nicht komplett auszukühlen. Auf 9 Uhr 20 war der Start für Thomas und Stefan terminiert, die beiden gingen auf die längere Distanz. Uwe, der zwei Stunden später startete, hatte für den Sprint gemeldet.

Das Schwimmen in der kalten Alster brachte dann auch einige Probleme. Thomas kam nicht richtig in den Rhythmus, seine Beine hingen wie abgestorben an ihm runter. Er war eh mit einer leichten Wadenverhärtung ins Wasser gestiegen, die Angst, daß der Muskeln beim Schwimmen zu macht, war groß. Auch Stefan hatte nach 1000 Meter leichte Probleme in der Wade. Damit nicht genug: raus aus dem Wasser mussten die beiden noch 450 Meter bis in die Wechselzone zurück legen, und da begann es auch schon leicht zu nieseln. Nach den ersten 5 Radkilometern fing es dann richtig an zu schütten, Vorsicht war geboten, es war extrem viel Wasser auf der Straße, wie schnell stürzt man bei solchen Wetterbedingungen. Wieder 450 Meter waren in der Wechselzone mit dem Rad zurück zu legen, ehe man in die Turnschuhe springen konnte und den Laufpart in Angriff nahm. Der sich übrigens wettertechnisch nicht großartig vom Radfahren unterschied. Nach einem Kilometer machte dann Thomas’ Wadenmuskel wirklich dicht, die Verhärtung vom Wörrstadt-Triathlon war wieder da. Doch an Aufgeben verschwendete Thomas nicht einen einzigen Gedanken. Nicht bei einer Weltmeisterschaft und diesen tollen Zuschauern, die Stefan und Thomas auf den letzten Metern sozusagen verbal ins Ziel trugen. Die anvisierten Zeiten konnten bei den widrigen Witterungsbedingungen nicht geschafft werden, aber so einen Wettkampf überhaupt zu beenden ist schon eine klasse Leistung. In 2:34:20 Stunden erreichte Stefan im Feld der 1950 Athleten einen beachtlichen Platz 268, wurde in  seiner Altersklasse sogar 63. Thomas schaffte in 2:55:43 Stunden mit Platz 965 noch den Sprung unter die ersten 1000. Uwe erreichte im Sprint 1:29:57 und wurde damit im Feld der 1950 Triathleten 548. und 69. in seiner Altersklasse.

Mit einem leicht dicken Kopf – am Abend zuvor hatten die Drei auf der Reeperbahn mit dem alten Hamburger Bier Astra und einigen Tequilas gefeiert, ging’s am Sonntag noch zum Wettkampf der Männer-Elite. Der Sieg Daniel Ungers war dann sozusagen das I-Tüpfelchen auf einem überaus ereignisreichen und interessanten Wochenend-Trips nach Hamburg.


Gimbsheim Triathlon statt WM in Hamburg

Auch einige zu Hause gebliebene von der Triathlon WM wollten Ihre Daseinsberechtigung beweisen und starteten bei dem Feld-Wald-Wiesen-Sprinttriathlon in Gimbsheim. Bei mäßiger Bewölkung aber angenehmen Temperaturen tauchten wir ins angenehme, 22 ° Celsius messendes Wasser des 50 m Beckens in Gimbsheim. Anschließend pedalierten wir die Steilen Berge der Rheinebene bei Eich hinauf und hinab, um dann einen anspruchsvollen 5 km Lauf mit ca. 0,01 m Steigungen zu bewältigen. Die Gegner wie Willi Freiberger, Tristan Vincent und Konsorten konnten die Wettkämpfer auch dieses Mal nicht hinter sich lassen aber Spaß hatten wir alle. Leckere Kuchen, Torten und Früchte rundeten die Sache ab.

Am Start waren neben unserem WRAG Joachim, der in 1:06:20 Std. ins Ziel lief, mit Bernhard M (1:10:27 Std.) und Jörg U. (1:09:14 Std.) zwei jung Triathleten, die immer mehr gefallen an dem Triathlon Sport finden.









Vereinte „Holland-Power“ stoppt Stefan
WRAG-Starterliste beim Wörrstadt-Triathlon wird immer größer

Es wurde wieder nichts mit dem erhofften Platz auf dem Podest: Stefan als bester „olympischer“ WRAG-Starter landete beim Wörrstadt-Triathlon 2007 in 2:06:42 Stunden auf einem tollen fünften Rang, dabei wäre diesmal ein Platz auf dem Siegertreppchen möglich gewesen. Wären da nicht die beiden Holländer John Rave und Wouter de Schipper gewesen, die Stefan einen Strich durch die Rechnung machten.  

Die beiden Jungs aus Holland hatten in Wörrstadt einen starken Auftritt und landeten hinter Sieger Jens Nagel auf den Plätzen 2 und 3. Dennoch: was für eine Wahnsinns-Performance der WRAGs in diesem Jahr in Wörrstadt. Vier Athleten unter den ersten elf im Olympischen Triathlon – im Jahr der „neugekürten Eisenmänner“ eine Leistung, die zeigt, wie gut und intensiv trainiert worden ist. Die Umstellung von den langen Einheiten in Vorbereitung auf die Quelle Challenge in Roth und den Ironman in Frankfurt auf kürzere Trainingsdistanzen war gelungen: Stefan auf Platz fünf und dann das starke Trio mit Heidi  (2:09:08) auf Platz 9, gefolgt von Jo auf Rang 10 (2:10:29) und gleich dahinter Harald (2:10:52) auf Platz 11 – gäbe es in Wörrstadt eine Teamwertung, wer hätte sie den WRAGs an diesem Tag streitig machen können.

Starke Leistungen auf den Teilabschnitten
Beim Blick auf die Endzeiten werden starke Leistungen auf den drei Teilabschnitten oft vergessen. Ein paar Details: Im Feld der 64 Starter erreichte Harald mit 37:14 die zweitbeste Laufzeit. Er ist nach seiner langen Verletzung wieder ganz zurück und man darf gespannt sein auf seinen Ironman-Start im nächsten Jahr. Stefan, beim Schwimmen als Fünftbester aus dem Becken gegangen, fuhr auf dem Rad die drittbeste Tageszeit heraus und machte seinem Ruf als stärkster WRAG-Athlet auf dem Rad alle Ehre.

Zwei Neue in Wörrstadt
Erfreulich neben diesen Spitzenleistungen ist aber auch die Mannschaftsstärke, mit der die WRAGs in Wörrstadt auftraten. 16 Starter waren dabei, in jeder Disziplin fand man mindestens einen WRAG, und einige versuchten sich sogar zum ersten Mal bei einem Triathlon. Renate hatte für den Sprint gemeldet, Peik war bei den Schülern dabei. Beide liefen in ihren Wettkämpfen zwar erschöpft, aber mit einem breiten Grinsen über die Ziellinie im Schwimmbad. Der erste Triathlon – immer etwas besonderes, und wenn man ihn durchsteht, zählt weder Zeit noch Plazierung, nur die wohltuende Gewissheit, es „getan“ und gefinished zu haben. Die Begeisterung, mit der die Beiden nach ihrem Wettkampf die einzelnen Disziplinen Revue passieren ließen, schließt eigentlich aus, daß ihr Auftritt beim Wörrstadt-Triathlon 2007 eine Eintagsfliege war.

Sam’s Pech beim Radfahren
Die WRAGs, die einen Platz auf dem Siegerpodest holten, mögen es verzeihen, daß sie erst an so später Stelle genannt werden. Aber zumindest Tom und Sam sind ja schon „alte Hasen“ beim Triathlon in Wörrstadt, und wieder einmal konnte man sich auf die Beiden verlassen. Dass Tom gegen den starken Sieger Maximilian Haist keine all zu große Chance hat, war ihm schon vor dem Wettkampf klar. Doch mit Rang zwei bei den Schülern stand er nun schon zum dritten Mal auf dem Siegerpodest, und auch Schwester Sam schaffte diese Plazierung wieder bei den Schülerinnen. Dabei hatte sie noch Pech mit einem Defekt am Hinterrad, der sie auf der Radstrecke sichtlich behinderte. Dario verließ fast zeitgleich mit Peik nach 200 Metern das Wasser, dann aber fuhr er sehr stark Rad und erkämpfte sich den vierten Platz.   

Nachwuchshoffnung Gina
Ganz stark auch die Leistung von Gina, die sich langsam als große Nachwuchshoffnung der WRAGs mausert. Auch sie schaffte den Sprung auf Platz zwei im Olympischen Triathlon der Damen, und wie stark die Leistung einzustufen ist, zeigt der Blick in die Ergebnisliste bei den Männern. Mit ihrer Zeit von 2:23:05 wäre sie im  Klassement der Herren gleich hinter Thomas, der sich fast durch den gesamten Wettkampf mit einer Wadenverhärtung quälte, auf Platz 28 gelandet. Auch Moni hatte sich gleich bei ihrem Debut in Wörrstadt den Olympischen vorgenommen und war trotz weniger Trainingseinheiten immer noch schneller als einige Männer.

Helden im hinteren Feld
Vier Männer, zwei bei den Olympischen und zwei bei den Sprinter, sind noch nicht erwähnt worden, was deren Leistung aber nicht schmälern soll. Peter und Nelson ließen es auf der Langdistanz etwas gemächlicher angehen, und Bernd und Andreas hatten sich wieder mal den Sprint vorgenommen. In seiner Paradedisziplin, dem Schwimmen, konnte Bernd mit der viertbesten Schwimmzeit noch bewundernde Blicke auf sich ziehen, wunderte sich auch auf dem Rad, warum er nur von einem einzigen Starter überholt wurde, aber der 50. Platz in der Endabrechung brachte die Gewissheit: er hatte eine schwächere Startgruppe erwischt. Andreas wird auch in diesem Jahr des öfteren geflucht haben, daß er nicht mehr trainiert hat, aber die Zeit lässt es bei ihm oft einfach nicht zu.

Lautstarke Siegerehrung
Bei der anschließenden Siegerehrung zeigten die WRAGs auch verbal, in welcher Gruppenstärke sie in Wörrstadt angetreten waren. Jedes Ergebnis eines WRAGs wurde lautstark bejubelt, unter dem Strich gab es drei zweite Plätze und eine starke Gesamtleistung im Olympischen Triathlon bei den Männern. Und wer die WRAGs noch nicht kennt, kann sie fortan auf dem T-Shirt bewundern, daß jeder Starter bei der Siegerehrung überreicht bekam. Denn dort prangt in diesem Jahr das WRAG-Logo – alleine schon deswegen unübersehbar, weil die T-Shirts dieses Jahr knallig-orange, oder, wie manche sagten, oranje, ausgefallen sind. Keineswegs eine Hommage an die beiden starken Holländer, und hoffentlich kein böses Omen für das nächste Jahr. Denn dann wird Stefan seinen Angriff auf das Siegerpodest erneut starten.






Neue Eisenmänner und die Tücken des Neoprens
WRAGs mit drei Staffeln und drei Einzelstartern in Roth

Wo geht‘s zum Schwimmstart? Wann ist morgen früh Wecken? Und wie bitte steigt man eigentlich in einen Neoprenanzug? Fragen, über die altgediente Roth-Haudegen verständnisvoll schmunzeln. Für Roth-Novizen sind das echte Probleme. Drei Neulinge schnuppern 2007 zum ersten mal Staffelluft in Roth. Zwei neue „Eisenmänner“ werden am Sonntag abend gekürt, und Thomas hat seinen zweiten Ultra-Triathlon absolviert. Das Roth-Wochenende 2007, die 4. Teilnahme von WRAGs und die 20. Auflage des Ausdauerklassikers, ist schon jetzt ein Highlight in der WRAG-Historie.

Samstag Morgen, am Schwimmstart. Während  Nelson, Bernd und die Einzelstarter Stefan, Thomas und Peter routiniert in ihre Neoprenanzüge steigen, steht Micka vor einem Rätsel. Seit 35 Jahren bestreitet er zum ersten Mal wieder einen Schwimmwettkampf. Einen Neopreanzug kennt er bis jetzt nur aus dem Fernsehen. Und verzweifelt beim Versuch, ihn anzuziehen. Bernd und Nelson helfen, befreien ihn aus dem rechten Ärmel, in dem er mit seinem linken Bein steckt, zwängen ihn in die enge Gummihaut. Könnte eine Nummer zu klein sein, meint Nelson. Micka hat trotz seiner 49 Lenze immer noch ein mächtiges Kreuz.  

Nach dem Einschwimmen geht es ihm wieder besser. Der Neo sitzt gut, die neue Schwimmbrille beschlägt nicht, er hat locker 1000 Meter gemacht. Noch am Abend vorher saß er mit versteinerter Miene im Zelt. Und fragte sich mehr als einmal, warum er sich auf dieses Abenteuer eingelassen hat.      

Novizen und alte Haudegen
Auch Jürgen und Gina waren noch nie in Roth. Sie haben in den Staffeln 1 und 3 die Laufparts übernommen. Und auch einige Fans sind in diesem Jahr zum ersten Mal nach Roth gekommen, um die WRAGs zu untersützen. Fast 20 werden es am Ende sein, nach und nach trudeln sie auf dem Campingplatz in Wallesau ein. Lothar Lang, Vorsitzender des Radfahrervereins Wörrstadt, schafft es nur mit Hilfe von Rolf Kramer, in Roth zu landen. Er ist Freitag früh mit dem Rad Richtung Franken gestartet, hat eine kleine Odyssee hinter sich. Ein Waldweg, der plötzlich im Nichts endet, Schlamm, schmutzige Füße, schließlich eine Jugendherberge in Miltenberg,  die keine mehr ist, ihn nicht aufnehmen kann. Als er bei der Polizei höflich um Hilfe bittet und dort gefragt wird, ob er Geld fürs Obdachlosenheim hätte, platzt Lothar der Kragen. Im Nachbarort helfen ihm zwei Jugendliche bei der Suche nach einer Unterkunft. Doch das Drama nimmt kein Ende: am Samstag morgen, noch viele Kilometer hat er vor sich, wird Lothar mehrere Male kräftig geduscht. Er disponiert um, wird schließlich von Rolf abgeholt.

Endlose Staus und Putenschnitzel
Langsam füllt sich das WRAG-Lager am Samstag. Schon Freitag war die Vorhut mit Stefan, Klaus, Harald und Iris, dazu Thomas und Peter aus Ginsheim, angereist. Nelson stößt dazu, spät am Abend noch Bernd, Micka, Peik und Gina, die mehr im Stau standen als sie fuhren. Sechs Stunden – ein einsamer Rekord für die Strecke nach Wallesau. Nelson schmeißt den Grill noch mal an, dankbar und hungrig verschlingen die vier die restlichen Hühner- und Putenschnitzel.

Nach dem Einschwimmen am Samstag früh nimmt der Tag seinen gewohnten Lauf. Die Fahrräder werden abgeben, Laufsäcke am Campingplatz vergessen und abgeholt, dann ein kurzer Messebesuch. Dazwischen gibt‘s zum Mittagessen Nudeln, die den meisten nach monatelanger „Ironman-Diät“ langsam zum Hals raus hängen. Heike hat Kartoffeln und Quark mit gebracht, eine willkommene Abwechslung auf dem Roth-Speiseplan. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Die Einzelstarter kontrollieren zum x-ten Mal ihren Rucksack, Jo und Heidi reißen eine Laufeinheit ab, Micka grübelt. Einige Fans vertreiben sich die Zeit mit Sekt und Wein aus Rheinhessen. Neidisch beäugt von den Startern, die in rund 30 Stunden auch wieder alkoholisches zu sich nehmen dürfen. Auch Bernhard und Gabi treffen schließlich nach einigen „Ehrenrunden“ im fränkischen Bergland auf dem Campingplatz ein. Per Handy wurden sie von Stefan nach Wallesau gelotst.

Es geht los
Um 4 Uhr ist die Nacht zu Ende. Hektisch laufen Triathleten zum Waschraum und zurück, überall werden Sporttaschen und Rucksäcke gepackt. Die ersten PKW verlassen den Campingplatz. Richtig gut geschlafen hat niemand der Starter, wortkarg sind sie alle in den frühen Sonntagsstunden. Micka wird später, nach überstandenem Wettkampf, seine Gemütslage an diesem Morgen so beschreiben: „Es war, als würde ich zum Schafott geführt.“ Schon um 4:45 verlassen Stefan, Thomas und Peter den Platz, 45 Minuten später Fans und Staffelstarter auf dem Rad. Die Fahrt dauert exact drei Minuten, dann, Ortsausfahrt Wallesau, der erste Defekt. Die Gruppe teilt sich, einige helfen Iris und lösen eine verklemmte Kette, einige fahren weiter. Kurz vor dem Schwimmstart kommt es zum Zusammenschluß zwischen „Ausreißern und Peloton“. Den Start der Elite bekommen sie gerade noch mit. Auch Stefan, Thomas und Peter stehen mit Gänsehaut und einem Kloß im Hals am Schwimmstart. Der große Tag ist da, es kann los gehen.
Der Wettkampf
„Kaum zu glauben, wie dieser Wettkampf läuft“, ruft Stefan den Fans an der Lände zu. Er ist auf den letzten Kilometern, nur noch ein paar Minuten bis zum Ziel. Auch Thomas wirkt frisch, er kommt ein paar Minuten später an der Lände an. Auf Peter müssen die Fans lange warten, doch der Reihe nach.

07:20 Uhr.  Schwimmstart für die Einzelstarter. Während die Staffelstarter sich vorbereiten, Neos anziehen und Micka beruhigen, schwimmt Stefan so gut wie nie zuvor. Nach sagenhaften 1:07:48 Stunden steigt er aus dem Wasser des Main-Donau-Kanals, sitzt drei Minuten später auf dem Rad. Thomas hat sich ein bißchen mehr Zeit genommen, schwimmt 1:20:41, doch was ist mit Peter los? Die Sorgenfalten der Fans am Schwimmstart in Hilpoltstein werden immer größer. Peter kommt und kommt nicht aus dem Wasser. Später berichtet er von großen Problemen gleich nach dem Start, er hyperventiliert, kommt nicht ins Rennen, geschweige denn in einen ordentlichen Rhythmus. Ein denkbar schlechter Start in den ersten Langstrecken-Triathlon, viele hätten aufgegeben. Peter beißt sich durch, verlässt nach 2 Stunden und 6 Minuten den Kanal und quält sich auf die Radstrecke. Am Solarer Berg haben sich zu diesem Zeitpunkt schon viele der mitgereisten Fans eingefunden. Stefan schraubt sich als Erster durch das enge Spalier der Zuschauer, wird wie jeder der rund 2500 Athleten frenetisch angefeuert, die Musik ist ohrenbetäubend.  Stefan ist vor seinem Plan, sieht blendend aus, der aerodynamisch geformte Helm verleiht ihm das Aussehen eines Elitestarters. Auch Thomas hat keine Probleme, plaudert munter mit Bernd, der ihn mit der Kamera ein Stück begleitet und danach fast unters Sauerstoffzelt muß. Das wünscht sich wohl auch Peter bei seinem ersten Anstieg am Solarer Berg. Die jubelnden Fans können ihn nur wenig aufmuntern, ihm geht es nicht gut, das Schwimmen hat ihn viel Kraft und Motivation gekostet.

Der Nachmittag ist angebrochen. Stefan und Thomas haben einen blendenden Rhythmus auf dem Rad gefunden, ähnlich wie Rolf vom WRAG Tria-Team 3. Er weist Harald und Peter, seine Konkurrenten der beiden anderen Staffeln, klar in die Schranken. Die haben heute leichte Probleme. Den Rückstand von 14 Minuten auf Harald nach dem Schwimmen hat er längst wett gemacht, wird am Ende die beste Radzeit stehen haben. Die 14 Minuten hatte Tria-Team-1-Schwimmer Bernd am Morgen in 1:05:48 heraus geschwommen. Sieben Minuten später stieg Nelli aus dem Kanal, wiederum 7 Minuten später Micka, der krampfgeplagt durch die Wechselzone hinkte und im Ziel erschöpft, aber glücklich zu Boden sank. Nach vier halben Brötchen, einer kalten Dusche und dem ersten Weizenbier sind die Strapazen schon am Solarer Berg wieder vergessen.

Dort ist auch Peter wieder in Sichtweite der Fans. Er kommt zum zweiten mal zum Anstieg, sieht viel besser aus als in der ersten Runde. Endlich scheint auch er seinen Rhythmus gefunden zu haben, der Lohn für einen harten kmapf gegen sich selbst. Aus solchem Holz sind Eisenmänner geschnitzt.

Kurz nach 14 Uhr. Stefan wechselt als erster WRAG auf die Laufstrecke. 24 Minuten später folgt Thomas, der jetzt seine stärkste Phase des Wettkampfes hat. Minute um Minute kämpft er sich an Stefan heran. Peter dagegen kämpft nur noch gegen sich selbst, und wird diesen Kampf gewinnen. Bernd begleitet ihn auf den letzten Radkilometern bis in die Wechselzone, dort geht gerade Staffel-2-Starter Alex auf die Laufstrecke. Staffel-3-Läufer Jürgen ist schon seit rund 50 Minuten unterwegs, zieht seinen Part souverän durch. Die „Auswärtigen-Staffel“ mit den beiden Novizen Micka und Jürgen ist an diesem Tag nicht zuschlagen. Auch der dritte Neuling, Gina, läuft einen blendenden Wettkampf, ist lange Zeit auf „unter-vier-Stunden-Kurs“. Sie verpasst die magische Marke um fünf Minuten, nachdem sie auf der zweiten Hälfte des Marathons Knieprobleme bekommt.

Fast alle Fans haben sich am Abend an der Lände versammelt, wechseln dann schnell zum Ziel, um die Athleten gebührend zu empfangen. Thomas hat noch einmal mächtig Gas gegeben, den Rückstand auf Stefan im Ziel auf sechs Minuten verkürzt.

Gegen 19 Uhr. Stefan hat es geschafft, läuft über die Ziellinie im Triathlonpark Roth. Ein großer Moment, auf den er lange hingearbeitet hat, den er aber nur kurz genießen kann. Zunächst einmal macht sein Körper nicht mehr mit, er macht schlapp, aber so ergeht es vielen nach dem Zieleinlauf. Und die Sanitäter wollen schließlich auch was zu tun haben. Stefan bekommt eine kleine Infusion im Sani-Zelt, derweil geniest Thomas das Gefühl, bereits seinen zweiten Ironman gut ins Ziel gebracht zu haben.  

Viertel vor neun. Alex, Schlußmann der Tria-Team-Staffel 2, kommt ins Ziel. Er hat wenig trainiert in den letzten Monaten, aber auch er hat es geschafft. Jetzt warten alle auf Peter. Als er das erste Mal an der Lände vorbei kam, sah man tatsächlich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen. Endlich geht es ihm besser, wäre er von Beginn an so gut drauf gewesen, wer weiß, was für eine Endzeit herausgesprungen wäre. So bleibt unter dem Strich für ihn die Genugtuung, einen fast aussichtlosen Wettkampf durchgestanden und den inneren Schweinehund gleich mehrmals überwunden zu haben. Schließlich kommt der für alle, vor allem für Peter, erlösende Ruf: „er kommt“. Peter ist im Ziel, geht duschen, isst, trinkt, und wird schließlich von allen mit La Ola empfangen. Mit einem Feuerwerk geht der Tag im Triathlonpark in Roth zu Ende, auf dem Campingplatz geht er weiter. Es wird gefeiert, geredet, getrunken, gegessen, und fast jede Minute des langen Tages wird von irgend jemand noch mal in Erinnerung gerufen.

Die WRAGs haben zwei neue Eisenmänner, einen zweifachen, und einige, die zum ersten mal dabei waren. Für alle war es ein unvergeßliches Wochenende, und Roth 2008 ist schon geplant: Dann werden die WRAGs mit 5 Staffeln dabei sein.



IRONMAN Europameisterschaft in Frankfurt mit zwei WRAGs am Start
Die WRAGs im Einsatz bei einem sehr emotionalen Wettkampftag rund um die Frankfurter City.

Im Mittelpunkt standen die beiden WRAGs Joachim und Ralf, die ihre erste Ironman Distanz absolvierten. Gut trainiert und hoch motiviert gingen sie um 7.00h morgens an den Start im Langener Waldsee.
Joachim erwischte einen super Tag und kam nach 1:12:26 Std. aus dem Wasser. Ralf folgte 6 Minuten später.Auf dem Rad lief es bei Joachim rund und der Wechselpunkt am Eisernen Steg war nach weiteren 5:34 Std. erreicht. Ralf musste sich dagegen immer wieder aufs neue motivieren. Es kam einfach nicht in seinen gewohnten Tritt. Nach 6:14 Std. hatte er dann aber den Eisernen Steg und Wechselzone erreicht.

Die 42,195 km am Mainufer werden die beiden WRAGs ebenso wie die WRAG Fangemeinde wohl nicht so schnell vergessen. Hunderttausenden schreiende Zuschauer, Fast 2500 Athleten erzeugten eine unglaubliche emotionale Atmosphäre mit dem Zieleinlauf auf dem Römerberg als Höhepunkt. Da blieb kein Auge trocken und die Roth Finisher eine Woche zuvor Stefan, Peter und Thomas konnten die freudigen und leidenden Athleten gut verstehen. Sie hatten wohl an diesem Tag eine 15-stündige Gänsehaut!

Joachim lieferte sein Meisterstück und finishte in sagenhaften 11:13:37 Std. Ralf beisste und kämpfte sich durch und mit einem freudigen Lächeln erreichte er die unglaubliche Zielgerade mit tobenden Fans nach 12:57:50 Std.
Geschafft, stolz, aber auch müde verließen nicht nur Ralf und Joachim diesen ereignisreichen Tag.
Auch die WRAG Anhänger-Schar war geschafft und trat müde und vor allem mit gereizten Stimmbändern den Heimweg an.

Und im kommenden Jahr sind wir wieder da. Harald und Gina werden die nächsten IRONMAN Starter sein!


abgeWRAGt --- ein unglaubliches Wochenende in Roth
Superlative; Best Old Race; oder einfach nur Quelle Challenge Roth 2007!
3 Einzelstarter, 3 Staffeln, 25 Fans, die WRAGs waren mittendrin in der Triathlon Hochburg Roth.
Die WRAGs haben alles gegeben. Ein einmaliges “Lager” am Campingplatz in Wallesau, lautstarke und konditionsstarke Fans von Sonntag morgen bis spät in die Nacht und natürlich 12 Starter, die alles gegeben haben und alle Hürden genommen haben. Ob Panik-Attacken, Krämpfe, Wind oder einfach nur Müdigkeit, alle kamen ins Ziel und freuten sich über ihre persönliche Leistung. Und die WRAGs haben in ihren Reihen mit Bernd den besten Kameramann. Über 2 Stunden Filmmaterial über das Wochenende mit unglaublich emotionalen Szenen, die man nie vergessen wird.
Roth - die Triathlon Hochburg. Die WRAGs sind ein Teil davon. Und das ist gut so !!!


SCHÖNES WOCHENENDE
Und was machst Du so am Wochenende wurde ich gefragt! Mein Körper erstarrt, meine Augen funkeln und eine unaufhaltsame Gänsehaut zeiht durch meinen Körper. Mein Gegenüber schaut mich verwundert an. Ich antworte: “Wir fahren 4 Tage nach Roth zum Zelten”. Schöne Erholung bekomme ich zur Antwort. “Ja, ab Sonntag abend gegen 20.00h ganz sicher”.
Davor liegt der “längste Tag des Jahres 2007” und das wohl “längste Wochenende” in diesem Jahr. Es ist angerichtet!
Über 2500 Einzelstarter und 500 Staffeln messen sich im Landkreis Roth und stellen ihren Körper auf eine harte Probe. Der Quelle Challenge Roth 2007 ist da !

35 WRAGs inkl. Fangemeinde ziehen am Freitag und Samstag nach Roth um gemeinsam etwas ganz Besonderes zu erleben. Mit Stefan, Peter und Thomas schicken die WRAGs 3 Einzelstarter in Roth an den Start. Dazu 3 schon fast legendäre WRAG Staffeln. Nelson - Peter -  Alex, Bernd - Harald - Gina sowie die WRAG externen Staffel Mika - Rolf - Jürgen.
12 Teilnehmer und reichlich Zuschauer werden diesen 24. Juni 2007 unvergessen machen.

Um 7.25h springen unsere Einzelstarter in den Main-Donau Kanal. Die 3 Staffeln folgen um 8.40h. Irgendwann zwischen 19.00h und 20.00h werden sie dann wieder vereint sein. Doch zuvor gilt es so einige Hürden zu nehmen. Den 3,8 km im Kanal folgen 180km auf dem Rad mit einigen Höhenmetern z.b. am Kavarienberg. Das absolute Highlight der Radstrecke ist der Solarer Berg. Dort wird die WRAG Fangemeinde sicher auch unsere Athleten den Berg hoch peitschen. Nach dem Wechsel auf die Laufstrecke heißt es durchbeißen. Die Einöde des Weges am Kanal gilt es im Kopf zu überwinden.
Und dann: DER ZIEL EINLAUF.
 “Nur für Sekunden spürst Du, warum Du Dir das antust, aber diesen Moment wirst Du niemals vergessen”
Treffender kann man es nicht umschreiben.

Es ist angerichtet für ein “erholsames” Zelt-Wochenende. Oder wie drückten sich Thomas und Stefan beim Wettkampf im Kraichgau aus: “Der Unterschied zwischen Kraichgau und Roth liegt darin, dass man in Roth nach dem Radfahren 42 Km auslaufen kann”.

GO WRAG GO !!!



WRAGs on Tour
Kraichgau und Maxdorf waren die Schauplätze am 10. Juni 2007 der WRAG-Einsatz Truppen.
Ob Spaß in der Staffel-Gemeinschaft oder der letzte Test vor Roth und Frankfurt, die Wettkämpfe standen unter den verschiedensten Vorzeichen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begann der Wettkampf in Kraichgau um 9.00h im See in Ubstadt-Weiher. Alex, Peter und Katrin sowie Bernhard, Daggi und Birgit bildeten die beiden WRAG-Staffeln auf der olympischen Distanz. Stefan und Thomas komplettierten das WRAG Teilnehmerfeld in Kraichgau ebenfalls auf der olympischen Distanz. Zudem waren mit Claudia und Jürgen zwei leicht nervöse Erst-Starter aus dem WRAG Freundeskreis am Start.

Neopren Verbot war die Aussage am frühen Morgen von der Rennleitung. Nichts Unbekanntes für Thomas, erinnerte er sich doch an das Schwimmen ohne Neo vor knapp einem Jahr beim Ironman Frankfurt. Bis auf leichte Panikattacken bei Jürgen überstanden alle das Schwimmen ohne Neo problemlos.

Auf der Radstrecke ging es dann nach gut 12 Km zur Sache. Knapp 600 Höhenmeter erwarteten die Athleten auf der insgesamt 42 Km langen Radstrecke. Harte Arbeit und leider auch ein Sturz von Claudia waren zu verkraften. Bei der ausgerufenen Bergwertung war Stefan erwartungsgemäß am Schnellsten unterwegs.

Als erster WRAG ging Stefan auf die Laufstrecke, gefolgt von Thomas und Cathrin.
Danach machten sich Jürgen, Birgit und Claudia auf die 10 Km lange Laufstrecken durch Kraichgau.

Nach 2:33:45 Std. überquerte Stefan als erster WRAG das Ziel und belegte in der Gesamtwertung Platz 103. Thomas folgte ihm nach wenigen Minuten und belegte Platz 137 nach 2:39:24 Std. Die WRAG Tria-Legenden mit Alex, Peter und Cathrin belegten nach 2:55:29 den Platz 103 in der Staffelwertung. Das WRAG Tria-Trio mit Bernhard, Daggi und Birgit landete nach 3:17:12 Std. auf Platz 133.

Jürgen und Claudia finishten ihren ersten Triathlon nach 2:57:51 Std. (Platz 259) und 3:49:19 Std. und Platz 89 in der Frauenwertung.

Ein toller Wettkampf Tag ging am späten Nachmittag im Kraichgau dank einer sehr guten Organisation und tollen Athleten Leistungen zu Ende.

Ach ja, DREI Minuten Pause auf der Radstrecke gönnten die Kampfrichter unserem WRAG Stefan, nachdem er einmal kurz unaufmerksam auf der Radstecke war. Windschatten fahren wurde ihm vorgeworfen und das während der Gel-Aufnahme.
Ungewöhnlich und eine klare Unachtsamkeit unseres QCR 07 Starter Stefan. Wünschen wir ihm volle Konzentration in Roth, damit es bei einem Einzelfall bleibt.


Der ganz normale WRAG-Wahnsinn

Muttertag, Einzelzeitfahren, Überraschungsparty, Konfirmation – jeder normale Bürger nimmt sich für solche Events locker mal vier Tage Zeit. Der ganz normale WRAG reißt so was schon mal an einem einzigen Tag ab, wie zuletzt am 13. Mai.

Der ganz normale WRAG-Sonntag – eine Dokumentation des Wahnsinns.

05:30 Uhr
Für einige Teilnehmer des Rheinhessen-Einzelzeitfahrens ist die Nacht schon jetzt zu Ende. Auch für Peter B. Er hat sich entschieden, per Rad aus Ginsheim nach Wörrstadt anzureisen. Auch Joachim wählt den sportlichen Weg per Fahrrad aus Schafhausen. . Stefan und Heidi fahren sich ein dreiviertel-Stündchen die Beine locker, bevor es richtig los geht. Daggi und Peter, Birgit und Bernhard sowie Thomas kommen dazu. Insgesamt stellen die WRAGs bei diesem Einzelzeitfahren  9 Starter, bei einem Feld von 22 Teilnehmern.
08:00 Uhr
10 Minuten vor dem Start ist auch der letzte WRAG, Jo, eingetroffen. Für seine Verhältnisse liegt er damit gut in der Zeit. Der erste Starter, RV-Chef Lothar Lang, geht auf die 46 Kilometer lange Strecke nach Nierstein und zurück mit einer Schleife über Sörgenloch. Das Wetter: optimal, kein Vergleich zum Vorjahr. Damals kämpften einige weniger trainierte Starter auf dem zweiten Renn-Abschnitt bis zum Erbrechen gegen den starken Gegenwind und den inneren Schweinehund an.
08:21 Uhr
Der letzte Starter geht auf die Strecke, zum gleichen Zeitpunkt, ein paar Kilometer weiter westlich. In Neu-Bamberg weiß Alex nicht so genau, was ihm der Tag alles bringen wird. Noch weniger ahnt allerdings Ehefrau Cathrin, die nicht weiß, daß Alex ihr heute zum 39. Geburtstag eine Überraschungsparty organisiert hat. Alex scheint in den vergangenen zwei Monaten um Jahre gealtert, denn wer ihn kennt, weiß, daß er nicht nur einfach eine Party organisiert. Es muss auch noch ein extravagantes Geschenk dabei sein. Alex hat einen alten Käfer gekauft und ihn in tage- und mehr noch nächtelanger Arbeit liebevoll restauriert. Doch dazu später mehr.
10:00 Uhr
Die letzten der 22 Starter haben das Ziel beim Wörrstädter Kult-Wirt Mufti erreicht,  freuen sich jetzt auf das gesellige Beisammensein im Jugendraum der RV-Halle. Die Aussicht auf Bratwurst und Salat lässt sie die Strapazen des Einzelzeitfahrens schnell vergessen. Heidi, Stefan und Thomas fahren sich noch ein halbes Stündchen die Beine locker,  während Stefans Vater Klaus hinter der Halle bereits den Grill in Gang setzt.
11:00 Uhr
Nach und nach treffen die Teilnehmer des Rennens im Jugendraum ein. Auch Stefan und Thomas haben ihr Ausradeln beendet und genehmigen sich vor dem Essen und der Siegerehrung schnell noch eine Dusche. Die ersten Bratwürste liegen auf dem Grill, und RV-Chef Lothar Lang, selbst als 19. ins Ziel gekommen, beginnt mit der Siegerehrung. Seine Sätze: knapp, aber präzise und zutreffend. Er berichtet von „Lutschern“, die auch in diesem Jahr das Windschattenfahren nicht sein lassen konnten, von der Diskussion, das Zeitfahren wegen des zum Rennende stärker werdenden Verkehrs im nächsten Jahr um eine halbe Stunde vorzuverlegen, von der besten Frau im Feld, die wieder einmal Andrea Adami heißt. Und natürlich vom Sieger Stefan Schweigert, der seinen Erfolg aus dem Vorjahr wiederholt. Er hatte erst eine Woche vorher gemeldet und damit den Plan von Stefan, endlich mal auf dem Siegertreppchen zu stehen, wieder zu Nichte gemacht. Stefan landet hinter Schweigert, Dr. Joachim Haist und dem Mountainbike-Fahrer Wolfgang Seyfried auf Platz vier. Als Erster eines WRAG-Trios, denn auf den Plätzen fünf und sechs folgen Heidi und Bruder Joachim. Eine insgesamt starke Vorstellung der WRAGs an diesem 13. Mai, denn auf Platz 9 folgt schon Thomas. Vier WRAG-Athleten unter den ersten zehn beim Rheinhessen-Zeitfahren, nicht schlecht. Während Lothar die weiteren WRAG-Plazierungen verkündet (12.: Bernhard, 13. Peter K, 14. Peter B, 18. Daggi, 21. Birgit), taucht auch Heidi auf. Heimlich hat er noch eine Laufeinheit drauf gepackt, der Mann will’s wissen beim Ironman in Frankfurt. Heidi kommt gerade noch rechtzeitig, ergattert die letzte Rostbratwurst. Stefan, Bernd und Thomas sind derweil schon wieder auf dem Sprung.
14:00 Uhr
Gemeinsam machen sich die Drei auf den Weg nach Neu-Bamberg.  Schon von weitem sehen sie hektisches Treiben auf der Straße vor dem Krisch’schen Grundstück. Biertischgarnituren werden rein getragen, Bierflaschen im Kühlschrank verstaut, ein Salatbuffet hergerichtet, Birgit backt Waffeln. Daggi und Peter treffen ein, dazwischen eine in Tränen aufgelöste Cathrin, die mit dieser Überraschung nicht gerechnet hat. Freudig umarmt sie jeden einzelnen Gast. Dazwischen auch Alex, der völlig cool seine Anweisungen gibt. Die Feier scheint perfekt vorbereitet, alles klappt wie am Schnürchen. Es vergehen keine fünf Minuten, da haben Thomas, Bernd und Stefan ihr erstes Bitburger-Fläschchen in der Hand. Die Sonne scheint und alle fühlen sich wohl. Vor allem Cathrin. Als sie von Alex den knallroten Käfer-Cabrio überreicht bekommt, kriegt der vor Rührung kein Wort seiner sorgsam vorbereiteten Rede über die Lippen.
15:45 Uhr
Thomas, Bernd und Stefan lassen die restlichen WRAGs und Festgäste alleine und machen sich auf den Rückweg. Thomas fährt zum Muttertagskaffee nach Ginsheim, Bernd und Stefan zum Konfirmationskaffee nach Wörrstadt. In Rommersheim angekommen, schnappt Stefan seine Sachen, ab geht’s in die Jahnstraße nach Wörrstadt, umziehen, Krawatte binden, die Haare gegelt. Und ab geht’s zur Konfirmation von Paul Jung. Um
16:30 Uhr
gibt’s das erste Stück Kuchen  und einen Kaffee, um
17:30 Uhr
das erste Glas Spätburgunder, dem noch viele weitere folgen sollen. Zur gleichen Zeit, ein paar Kilometer weiter westlich. Cathrin’s Aufregung ist einer seeligen Freude gewichen. Alex zündet den Grill an, legt die ersten Steaks auf. Die ersten von rund 40, dazu kommen 60 Würstchen und jede Menge Salate. Und jede Menge Wein, Sekt, literweise Bowle und rund 120 Flaschen 0,33 Bitburger.
22:00 Uhr
Stefan und Bernd finden endlich mit ihren Familien den Weg nach Hause. Ein langer WRAG-Tag geht zu Ende, aber halt, nicht ganz. In Neu-Bamberg geht die Party immer noch weiter. Cathrin ist immer noch glückselig und brennt auf eine Probefahrt, und Alex ist nach 22 Fläschchen Bitburger auf Bowle umgestiegen . . .

Der ganz normale WRAG-Wahnsinn . . .


Familienpower und Trainingsläufer für Roth in Freiburg

April, April - oder so ähnlich dachten sicher einige der gut 11.000h Teilnehmer während des Freiburg Marathons am Sonntag, den 01.04.07. Ein Halbmarathon oder Marathon laufen, das ist doch nicht schwer, das schaffe ich auch. Das dies nicht so einfach umzusetzen ist war vielen der Starter auf der Strecke und im Ziel anzusehen. Und so hatten sich einige Teilnehmer selbst mit einer gewissen Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit in den April geschickt !

Nicht jedoch die Starter der WRAGs, die mit ganz unterschiedlichen Zielen an den Start gingen. Iris und Harald wollten im Halbmarathon Gas geben und in die Nähe der persönlichen Bestzeit laufen. Iris überquerte die Ziellinie nach 1.54 Std. Harald schaffte die 21,1 km in knapp 1:34 Std.
Komplettiert wurde das tolle Familienergebnis durch den ersten Marathon-Zieleinlauf von Tochter Gina
in 4.23 Std.

Stefan und Thomas nutzten den Marathon zur Vorbereitung und Standortbestimmung auf die anstehende Langdistanz in Roth. Nach 4:05 Std. überquerten sie gemeinsam die Ziellinie, nachdem sie die 42,195 km gemeinsam liefen und durch einheitliches Outfit auffielen.

Zudem wollte Jürgen nicht ganz unerfahren in Roth als Läufer der externen Staffel an den Start gehen und wählte Freiburg als Generalprobe. Mit einer Zeit von knapp 3:43 Std. setzte er in seinem ersten Marathon ein Zeichen und startet damit die Diskussionen um die Platzierungen für die 3 WRAG-Staffeln in Roth.

Der 1. April war ein gelungener WRAG Ausflug mit tollen Ergebnissen. Und die WRAGs konnten dann auch  verdient mit einem “Tannenzäpfle” auf die vollbrachten Leistungen anstoßen, mit der Gewissheit, sich nicht durch Fehleinschätzung selbst in den April geschickt zu haben.


Mallorca 2007 - Immer wieder Mallorca !

Was wurde nicht im Vorfeld über verschiedenste Trainingslager-Ziele diskutiert. Wie bei jedem Trainingslager in der Ferne viel die Entscheidung natürlich wieder auf die geliebte deutsche Urlaubsinsel Mallorca.
Doch in diesem Jahr wählten die WRAGs mit Alcudia und der Radstation Hürzeler einen neuen Standort für den einwöchigen Aufenthalt.
Und so machten sich 9 WRAGs am 17. März zu früher Stunde auf, um die Körper fit zu machen für die vielen anspruchsvollen Sport-Events, die es in diesem Jahr auf dem Fahrplan stehen.
Nach dem zügigen Transfer von Palma in den Alcudia Park in Playa de Muro sollten möglichst schnell die ersten Kilometer mit dem Rad auf Mallorca gemacht werden. Doch diesen Gedanken hatten viele andere “Neuankömmlinge” auch und so wurde der Radanmietung zu einem 2 stündigen Nervenspiel. Dann endlich ging es los und nach einigen Irrfahrten ging es am Nachmittag dann schon in Richtung Cap Formentor.
Geschaftt, nach gut 2 1/2 Stunden waren die ersten Kilometer gemacht und wir konnten uns guten Gewissens die Bäuche am Buffet füllen. Ob das einheimische Bier noch schmeckt, wurde bei dieser Gelegenheit auch gleich geprüft.
Den Abend verbrachten wir dann in aller Ruhe mit der Planung der Radtouren für die nächsten Tagen. Zu unserer Enttäuschung war kein vergleichbares Stammlokal zu “LA Perla” in Sicht. Die Sehnsucht nach Palma stieg.
Unser Arzt des Vertrauens Joachim, hatte sich viel vorgenommen für das Trainingslager und so begann der Trainingstag für ihn schon früh um 7.00h mit einer Trainingseinheit im 25 Meter Hallenbad des Nachbarhotels.Die anderen WRAG bereiteten sich derweil auf das üppige Frühstücksbuffet vor und die anschließende Tour nach Cala Rajada. Auf dem Rückweg ging es dann erstmals zur Sache und ein erstes Kräftemessen auf den letzten 20 Km brachte den Puls einiger WRAGs so richtig in die Höhe. Im Anschluss noch ein Lauf am schönen Strand von Alcudia und alle waren glücklich über ihre Trainingsleistungen.
Tag 3: Die Tour führte uns vorbei an Kloster Luc zum höchsten Punkt der Insel, dem Puig Major. Die anschließende Abfahrt bei ca. 5 Grad war alles andere als wärmend und so waren wir alle froh, als wir wieder
in der Ebene in Richtung Hotel fuhren. Die Kälte am Berg brachte leider Uwe´s Achillessehne nich so gut, denn sie verweigerte nach dieser Tour ihre Dienste, so dass Uwe das Rad in die Ecke stellen mußte.

Ruhetag, bisher ein Fremdwort im Trainingslager. Doch in diesem Jahr gaben wir unseren Muskeln Gelegenheit sich zu erholen. Einzig eine ausgiebige Schwimmeinheit in Verbindung mit Whirlpool, Sauna und Mittagsschläfchen brachten den Kreislauf kurzfristig in Bewegung. Am Abend ging es dann für einige zum lockeren “austanzen” ins “Shooters”, dem einzigen Lokal in Hotelnähe mit ein wenig Atmosphäre.
Und so gaben wir am nächsten Morgen der Sehnsucht nach und machten uns auf zu einer Inselüberquerung nach Playa de Palma. Der Besuch bei “La Perla”, unserer guten alten Stammkneipe, viel leider aus. Wir hatten wohl dort in den vergangenen Jahren so viel verköstigt, dass sich das Personal eine längere Winterpause erlauben konnte.
Unser 6. Tag diente dann schon mit seinem flachem Profil nach Manacor als Vorbereitung für die “Königsetappe” am Freitag. Doch diese endete nach gut 35 Km mit einem Sturz von Nelson in Llosetta. Die Berge waren in Sichtweite und Nelson war wohl so beeindruckt von dem Panorama, dass es ihm schlagartig das Vorderrad verkantete und er den Abstieg über den Lenker machte. Die erste Diagnose unseres Arztes des Vertrauens Joachim am Unfallort, bestätigte sich leider dann auch im Krankenhaus. Schlüsselbeinbruch. Operation am Samstag. Die Sorgenfalten der WRAGs waren groß, doch die Gruppe funktionierte ausgezeichnet und die Aufgaben, die es zu erledigen gab, wurden schnell verteilt und erledigt. Am Abend konnten wir dann trotzdem noch mit Ausnahme von Nelson, den Vortrag im naheliegenden Ironman Camp über Trainingslehre geniessen. Ein interessanter Vortrag und im Anschluss eine amüsante Diskussion zwischen Teilnehmern und Redner. Der Tag war “fast” gelungen.
Am Abreisetag hatte dann keiner mehr Lust auf das Rad zu steigen. Zu sehr beschäftigte alle der Unfall von Nelson und so entschieden wir uns für gemütliches Frühstücken, packen, einen lockeren Lauf am Strand und eine entspannte Schwimmeinheit. Danach ging es zum Krankenbesuch und dann stand auch schon wieder der Heimweg nach Deutschland an. Auch Nelson ist mittlerweile seit Dienstag wieder zurück. Der Heilungsprozess scheint Fortschritte zu machen, denn die ersten e-mails werden schon wieder geschrieben.
 
Und so endet das Trainingslager Mallorca 2007 und die Diskussionen für 2009 können beginnen - Andalusien, in das Haus von Peter in Spanien, Sardinien oder Lanzarote. Wo wir letztendlich landen ist jedem klar, der sich an der Diskussion beteiligt - Mallorca, wir kommen wieder !


Andreas, unser Teebeutel-Gott

Es ist schon erstaunlich. WRAGs können nicht nur Schwimmen, Laufen und Radfahren. Sie sind auch in der Lage, ein Bobby-Car durch einen Parcours zu manövrieren. Oder über hohe Mauern zu klettern. Und sie katapultieren Teebeutel auf Weiten bis über 10 Meter. Mit dem Rücken zur Wurfrichtung, und mit dem Mund. Alles andere wäre viel zu einfach. Man hat Menschen schon in peinlicheren Situationen gesehen, doch besagter Teebeutelweitwurf ließ in puncto „Grenzerfahrung“ nichts zu wünschen übrig.

Kenner der WRAG-Szene haben es erkannt. Beschriebene Szenen deuten auf einen Wettbewerb hin, der schon Tradition hat. Der Juxlauf markiert alljährlich das erste Zusammentreffen der großen „Familie“, und, wie der Name es sagt, handelt es sich um einen nicht ganz so ernsten Wettbewerb. Was dem Eifer und dem Einsatz der vier Teams keinen Abbruch tat.

Die Teams
Kurzerhand hatten die Organisatoren Stefan und Uwe den Ort des Geschehens vom Neuborn in den Somborn in Rommersheim verlegt. Der Boden im Neuborn glich dem eines englischen Rugbyfelds nach zwei Senioren-Spielen im Dauerregen – fairer Sport kaum möglich. Klarer Vorteil des Somborns: Wettkampfstätte und alkoholische Getränke, die nach dem Juxlauf traditionell von den Organisatoren gereicht werden, lagen Luftlinie kaum zehn Meter auseinander.

Die Einteilung der Mannschaften erfolgt bei den WRAGs nach dem Prinzip der Ausgeglichenheit: Groß und Klein gemeinsam in gleichwertigen Teams. Somit kamen diese zu Stande:

Team 1:  Nelson, Harald, Lea, Sam, Lara
Team 2: Jo, Andreas S., Andreas A., Jule, Jan, Jeanne, Janis
Team 3: Katrin, Bernhard, Birgit, Niklas, Leonie
Team 4: Peter, Thomas, Dario, Peik, Leon, Luca
Team 5 (inaktiv): Organisatoren Stefan und Uwe
Team 6 (inaktiv): Zuschauer und Pressewart, meist bei den Getränken zu finden

Wettbewerb 1 – Wasser holen
Rommersheimkundige hatten bei diesem ersten Wettbewerb einen leichten Vorteil – die Aufgabe: Wasser holen, und zwar aus allen vier Brunnen in Rommersheim, und  per Plastikbecher zum Start/Ziel am Hause Lukas bringen. Schnell waren die Teams auf die Strecke geschickt, Zeit für die Organisatoren zu verschnaufen und nach den aufwändigen Vorbereitungen eingangs erwähnte Getränke zu testen. Ebenso schnell wie sie weg waren, waren die ersten auch schon wieder da. Team 3 mit den Exil-Rommersheimern Bernhard und Birgit tauchten nach rund vier Minuten am Horizont auf, sicherten sich vier Punkte für den ersten Platz. Beobachter behaupteten später, Teamchef und Leader Bernhard wäre bei der Wahl der Route einzig und allein seinem Instinkt gefolgt, der ihn schon früher nach durchzechten Nächten mit traumwandlerischer Sicherheit  in sein Bett am Somborn 19 gebracht hatte. Kurze Panik kam im Teilnehmerfeld auf, als das Gerücht kursierte, die Brunnen wären tags zuvor mit Urin-Proben des Organisators Stefan präpariert worden. Alles nur ein schlechter Joke, dennoch blieb einigen bei diesem Gedanken der Schluck im Hals stecken.

Wettbewerb 2 – Bobbycar-Rennen
Ein echter Wettkampf für Techniker und stromlinienförmige Athleten. Also eigentlich wie gemacht für Pressewart Bernd, der aber aufgrund anhaltender Verletzung nicht teil nehmen konnte. Andere sprangen in die Bresche, und wer sonst als das favorisierte Team 4 um Peter Bott und Thomas Wendt, die mit ihren Körpern jedem Windkanal die Ehre reichen, hätte hier die Nase vorne haben können. Ihre Technik zwischen den Hütchen auf der steilen Abfahrt vom Somborn 19 bis Somborn 13 – einzigartig. Dass es zu keinen schweren Unfällen kam, ist einzig und allein der Disziplin der Organisatoren und des Pressewartes zu verdanken, die dem ständigen Drängen der erwachsenen Wettkämpfer nach alkoholischen Aufbaugetränken stand hielten und sie schweren Herzens selbst tranken.  

Wettbewerb 3 – Klettern
Zu welch filigranen Leistungen ein Andreas Ackermann fähig ist, sollte sich besonders im vierten Wettbewerb zeigen, aber auch beim Klettern machte er mit seinen Kampfgenossen Andreas Steyer und Jo Lukas und den tapferen 4 „Jotts“ (Jule, Jan, Jannis, Jeanne) einen hervorragenden Eindruck. Einen komplizierten Parcours durch verwinkelte Anhöhen, Gassen, Flüsse und Brandmauern Rommersheims galt es zu überwinden, Team 2 ließ da überhaupt nichts anbrennen und siegte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Wettkampf 4 – Teebeutelweitwurf
Die abschließende technische Disziplin, sie sollte der Höhepunkt des Tages werden. Wer hat schon mal Teebeutel in Wasser getaucht und anschließend mit dem Mund nach hinten geschleudert? Ideen, die nur in den Köpfen von Ostfriesen oder  von Juxlauf-Organisatoren entstehen.  Um es vorweg zu nehmen: Kaum einer hätte ihm eine solche Leistungsexplosion zugetraut. Andreas Ackermann, sollte der Mann etwa seinen Sport verfehlt haben? Wäre er nicht geradezu prädestiniert für ein Nachwuchs-Förderprogramm der DTBL (Deutsche Teebeutel-Liga)? Ein Hollywood-Regisseur hätte das, was im Wettbewerb 4 geschah nicht besser inszenieren können. Sonntag, 21. Januar, 16:15 Uhr: Andreas Ackermann marschiert ruhigen Schrittes und gelassenen Blickes zum Start. Ein Raunen geht durch das Publikum. So wie er sich hier präsentiert, den Oberkörper gestreckt, ein leicht-arrogantes Lächeln auf den Lippen, sehen einige in ihm schon den Meister, den „King of Darjeeling“.  Als er den Beutel (Assam Earl Grey) schwungvoll ins Wasser taucht, herrscht Totenstille. Die Bühne für den Meister, den kommenden Teebeutelchampion, ist bereitet. Der kurze Eintaucher, einmal tief Luft holen, der Körper, elastisch wie eine Haselnußgerte im Frühjahr, biegt sich, um dann schwungvoll nach hinten zu schnellen. Im richtigen Augenblick löst Ackermann die Zähne vom Beutelfaden, hier entscheiden Hundertstelsekunden über Sieg oder Schmach. Der Champ hat alles richtig gemacht, sein Beutel fliegt sagenhafte 10,32 Meter weit.  Applaus brandet auf, das Publikum ist begeistert. Die anschließenden Versuche von Bernd Raschke und Lothar Lang geraten zur Farce. Ihre Weiten, indiskutabel, ihre Performance wird vom Publikum mit höhnischem Gelächter bedacht.

Ausklang
Schon fünf Minuten später ist Andreas wieder einer der WRAGs, ganz der Alte, und den Titel Teebeutelchampion will er eigentlich gar nicht hören. Er lässt sich die Suppen schmecken und nimmt mit Wohlwollen wahr, das sein Team den zweiten Gesamtplatz belegt hat – gemeinsam mit Team 3 und vier. Drei Zweitplazierte – ein Novum in der Geschichte des Juxlaufes. Mit einem Punkt Vorsprung ganz vorne – Team 1  mit Nelson, Harald, Lea, Sam, Lara. Ein knapper Vorsprung, aber dennoch verdient. Der Rest des Nachmittags unterscheidet sich kaum von den bisherigen Juxläufen. Essen und Trinken ist wie immer perfekt, neu ist allerdings das, was Gast Lothar Lang mitgebracht hat: Drei Schwedenfeuer wärmen die WRAGs vor der Garage, sorgen für eine gemütliche Atmosphäre, wozu auch Lothars zweites Gastgeschenk beiträgt: eine Literfalsche wohlschmeckender Schnaps, der erstaunlich schnell an Inhalt verliert.